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Titelbild zum Beitrag: Nicht die Nerven verlieren
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Nicht die Nerven verlieren

Finanzkrise und Devisenmärkte

Was ist los auf den internationalen Finanzmärkten: Der Dow Jones ist im Sinkflug. Aber auch alle anderen Börsen weltweit gehen in die Knie. Die zentrale Frage, die derzeit nicht nur Investmentbankern und US-Politikern schlaflose Nächte bereitet: Wird sich die Finanzkrise auf die Devisenmärkte ausweiten und welche Rolle spielen Asiens Notenbanken dabei? Eine kurze und prägnante Antwort von einem Experten.

Von Professor Dr. Dr. Dietmar Ernst, Deutsches Institut für Corporate Finance (DICF) und Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

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Mit ihren Dollar-Käufen sorgten Asiens Notenbanken dafür, dass die hoch verschuldeten USA und ihre Verbraucher Waren aus Asien einkaufen konnten. Mit der Finanzkrise und der expansiven Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed nimmt der Druck auf den Dollar weiter zu.

Keiner der großen Volkswirtschaften hat ein Interesse an einer weiteren Schwächung des Dollars. Der ehemalige amerikanische Finanzminister Larry Summers, heute Präsident der Universität Harvard, spricht, analog zur atomaren Bedrohung in den Zeiten des Kalten Kriegs, von einem "Gleichgewicht des finanziellen Schreckens".

Wie damals ist das Gleichgewicht fragil, es beruht darauf, dass die Beteiligten nicht die Nerven verlieren. Allein die Ankündigung der Asiaten, ihre Dollar-Reserven umzuschichten, würde die US-Währung ins Bodenlose fallen lassen. Die amerikanischen Zinsen würden in die Höhe schießen, eine internationale Pleitewelle wäre die Folge.

Die Erschütterungen könnten das ganze Weltfinanzsystem zusammenbrechen lassen. Gegenüber diesem Szenario sind die momentanen Krisenerscheinungen noch als gering einzustufen.

 

Autor

Dr. Dr. Dietmar Ernst ist Professor und   Studiendekan des Masterstudiengangs International Finance.

 

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