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Titelbild zum Beitrag: Schädliches bremsen
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Schädliches bremsen

Kurz und bündig: Finanztransaktionssteuer

Ist die Finanztransaktionssteuer eine sinnvolle Maßnahme gegen die Krise? Verteuert sie Kredite und schadet damit der Realwirtschaft? Und: Wie wahrscheinlich ist eine internationale Einführung? Fragen, auf die wir eine 90-sekündige Antwort geben.

Von Professor Dr. Ulrich Brasche, Fachhochschule Brandenburg

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Der Finanzsektor soll - so der politische Wille - für die Kosten seiner gegenwärtigen und möglichen künftigen Rettung aufkommen - aber wie ist dies am besten zu gestalten?

Eine Transaktionssteuer würde im Unterschied zu einer Bankenabgabe alle Marktteilnehmer erfassen, also auch Hedgefonds und Versicherungen. Außerdem würden nicht nur Bankgeschäfte, sondern auch Umsätze mit Aktien und Derivaten belastet.

Das finanzielle Aufkommen durch diese Steuer könnte erheblich sein. Außerdem könnten besonders kurzfristige Geschäfte weniger attraktiv werden, was dem Missbehagen an diesem Bereich der Finanzaktivitäten entgegenkäme. Offen bleibt dabei, ob es überhaupt schädliche Transaktionen gibt, die es durch Besteuerung zu bremsen gilt.

Schattenseiten sind allerdings nicht zu übersehen: Die Kriegskasse für die nächste Krise ist zwar besser gefüllt, aber eine weitere Krise wird dadurch nicht verhindert. Außerdem verteuern sich Finanzierungen für die Realwirtschaft, da die Steuer auf die Kreditkosten überwälzt werden wird.

Da eine international einheitliche Einführung nicht wahrscheinlich ist, dürfte die Finanzindustrie ihre Standorte und damit Arbeitsplätze in Länder mit geringer Besteuerung verlagern. Eine solche Steuer müsste mit anderen anstehenden Änderungen in der Regulierung der Finanzindustrie abgestimmt werden und sollte nicht isoliert in einzelnen Ländern eingeführt werden.

 

Autor

Professor Dr. Ulrich Brasche hat seit 1995 eine Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Brandenburg inne.

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