Merkmale: in der Regel werden keine Bedarfsprognosen erstellt und auf Grund des geringen Einkaufsvolumens häufig keine Rahmenverträge abgeschlossen. Es wird häufig nicht bevorratet und der Beschaffungsprozess wird häufig unter großem Zeitdruck durchgeführt und manchmal ohne den Einkauf einzuschalten. Die Dokumentation des Bedarfs ist häufig unvollständig, weil keine Bestellanforderung im ERP-System angelegt wurde oder weil das Material keinen Materialstammdatensatz hat, wird das Material an mehreren Standorten beschafft, die bei unterschiedlichen Lieferanten beziehen oder unterschiedliche ERP-Systeme benutzen, wird das gleiche Material mit verschiedenen Bezeichnungen und unter verschiedenen Materialidentnummern geführt. Eine Fortschreibung des Bedarfs ins Folgejahr (zur Vorbereitung einer Verhandlung soll der voraussichtliche Bedarf bestimmt werden) ist häufig nicht möglich, weil die Materialgruppe Bedarfe enthält, der erstmalig, einmalig oder nur sporadisch auftritt. Die Materialgruppe umfasst eine sehr große Anzahl verschiedener Artikel und wird bei einer vergleichsweise großen Zahl Lieferanten bezogen.
Melzer-Ridinger, Ruth: Supply Chain Management, 275 Seiten, 2007
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