Unter dem Begriff Kontraktlogistik werden Geschäfte zusammengefasst, die mehrere logistische Funktionen integrieren, basierend auf einer langfristigen, arbeitsteiligen und vertraglich geregelten Kooperation zwischen einem Hersteller von Gütern und einem logistischen Systemdienstleister. Systemdienstleister bieten nicht nur die logistischen Kernaktivitäten Transport, Umschlag und Lagerhaltung an. Das Angebot wird ergänzt um Beratung und Auswahl der Transportverpackung, Ein- und Auspacken, Verwaltung und Steuerung von Ladungsträgern (Mehrwegverpackungen), Retourenbearbeitung, Rückführung von Leergut, Preisauszeichnung, Regalservice. Das Angebot des Systemdienstleister ist gekennzeichnet durch einen kundenspezifischen Leistungsumfang, durch Eigenverantwortung und Gestaltungsfreiheit. Die Kontraktlogistik erfordert die Beherrschung mehrerer Teilprozesse des Kunden sowie das Einbringen von Prozess- und IT-Know-How. Sie lässt sich nicht durch einzelne Aufträge vereinbaren, sondern bedarf eines mittel- bis langfristigen Rahmenvertrags.
Melzer-Ridinger, Ruth: Supply Chain Management, 275 Seiten, 2007
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