Feigenbaum prägte bereits 1956 das erste Mal den Begriff Total Quality Control. Für ihn beginnt die Herstellung von Qualität bei der Produktentwicklung. Das anschließende Qualitätsmanagement umfasst verschiedene Aktivitäten der nachfolgenden betrieblichen Funktionen wie Konstruktion, Fertigung und Vertrieb und endet erst beim zufriedenen Kunden. Im Wesentlichen brachte Feigenbaum drei wichtige Aspekte in die Qualitätsdiskussion ein. - Qualität wird bestimmt durch die Erwartungen des Verbrauchers. - Für Qualität ist jeder verantwortlich, vom Top Management bis zur Basis. - Qualität wird in mehreren betrieblichen Funktionen erzeugt, sowohl in der Fertigung als auch im Marketing, in der Entwicklung, Konstruktion und Beschaffung. Neben der interfunktionalen Zusammenarbeit legt Feigenbaum großen Wert auf Prozessregelung und Anwendung statistischer Methoden sowie die Erfassung von Qualitätskosten. Soweit erforderlich, soll auch die traditionelle Qualitätsprüfung beibehalten werden.
Specht, Olaf; Schweer, Hartmut; Ceyp, Michael: Markt- und ergebnisorientierte Unternehmensführung für Ingenieure + Informatiker, 644 Seiten, 2005
[Dieser Titel bei Oldenbourg]