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Schnittstellen

Schnittstellen sind Punkte in einer Prozesskette, an denen ein zu bearbeitendes Objekt (ein Auftrag) von einem Bearbeitungsprozess an einen anderen übergeben wird. Schnittstellen sind kritisch, weil sie Verzögerungen, Informationsverlust und (Doppel)Aufwand verursachen. Schnittstellen sind die Konsequenz der Arbeitsteilung. Typische innerbetriebliche Schnittstellen bestehen zwischen den Funktionsbereichen Absatz, Produktion und Beschaffung bei der Auftragsabwicklung und zwischen F&E, Marketing, Produktion und Einkauf bei der Neuproduktentwicklung. Externe Schnittstellen bestehen zwischen Abnehmer und Lieferant. Schnittstellenprobleme zeigen sich als Ressortegoismus, bei dem jede Funktion unkoordiniert ihre Bereichsziele verfolgt, als Dominanz eines Teilbereichs, als Gefahr der persönlichen Ressentiments zwischen den Mitarbeitern und Führungskräften der Bereiche. Die Folge von Schnittstellenproblemen sind Insellösungen und Teiloptimierungen, unabgestimmte Vorgehensweisen und kurzfristige Aktionen, Misstrauen und Puffer. Supply chain management empfiehlt eine Prozessorientierte Organisation um die Anzahl der Schnittstellen zu reduzieren und eine möglichst enge Verzahnung der Prozessschritte durch vorauseilende Information und Abstimmung.

Literatur:

Melzer-Ridinger, Ruth: Supply Chain Management, 275 Seiten, 2007
[Dieser Titel bei Oldenbourg]


 

 

 

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