Analog zum DAX steht seit Juni 1991 auch ein Indikator für den deutschen Rentenmarkt bereit. Wichtige Elemente eines festverzinslichen Wertpapiers und damit auch des Indikators sind sowohl Kursveränderungen als auch Zinseinkommen. Um Probleme, wie die permanente Laufzeitverkürzung von Anleihen, zu berücksichtigen, wird die Berechnung des REX in einem mehrstufigen Verfahren vollzogen. Aus den Schlusskursen aller Anleihen, Obligationen und Schatzanweisungen des Bundes werden die Renditen berechnet; hieraus wird in einem zweiten Schritt die sog. Zinsstrukturkurve ermittelt, d.h. die Renditen werden in Abhängigkeit von ihrer Restlaufzeit dargestellt. Aus dieser Zinsstruktur werden in einem nächsten Schritt die Renditen für ganzzahlige Laufzeiten zwischen 1 und 10 Jahren abgelesen und in entsprechende (fiktive) Kurse umgerechnet. Als letztes erfolgt die Gewichtung der Kurse entsprechend einer historischen Marktgewichtung und die Aggregation zu einer Kennzahl.
Bitz, Michael; Stark, Gunnar: Finanzdienstleistungen, 635 Seiten, 2008
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