Versuchsergebnisse hängen von den Versuchsbedingungen ab, die durch Faktoren charakterisiert werden. Für die Planung von Versuchen sind die nichtzufälligen Faktoren, deren Werte durch die Versuchsansteller vor dem oder während des Versuches eingestellt werden können von besonderem Interesse, da die optimale Wahl dieser Werte oft Gegenstand der optimalen Planung des Versuches ist. Die möglichen Werte eines Faktors heißen Faktorstufen oder kurz Stufen. Ist ein Faktor während der Dauer eines Versuches fest, d.h. hat er nur eine Stufe, so bezeichnen wir ihn als Konstantfaktor. Er ist dann ein Bestandteil der Versuchsbedingungen. Besteht das Ziel eines Versuches darin, den Einfluss eines Faktors zu untersuchen indem man seine Stufen systematisch variiert, so nennen wir einen solchen Faktor einen Planfaktor. Ist die Ermittlung der möglichen Effekte eines Planfaktors Teil der (oder die) Versuchsfrage, so heißt ein solcher Planfaktor Behandlungsfaktor. Die übrigen Planfaktoren heißen Blockfaktoren. Alle übrigen Faktoren, die man nicht systematisch variieren kann, die aber Einfluss auf die Versuchsergebnisse haben, heißen Restfaktoren. Die Rest- und die Blockfaktoren zusammen bilden die Störfaktoren. Qualitative und quantitative Faktoren sind analog wie qualitative und quantitative Merkmale definiert.
Rasch, Dieter; Verdooren, L. Rob; Gowers, Jim I.: Planung und Auswertung von Versuchen und Erhebungen, 262 Seiten, 2007
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