Die wichtigste Funktion der Unternehmensbewertung besteht in der Bereitstellung des Entscheidungswerts. Dieser gibt als subjektiver Grenzpreis die äußerste Schranke der Konzessionsbereitschaft einer Verhandlungspartei an. Der Käufer eines Unternehmens wird nicht mehr als seinen Grenzpreis zu zahlen bereit sein, weil anderenfalls der Kauf wirtschaftlich unvorteilhaft wäre. Analog akzeptiert der Verkäufer nur ein Preisangebot, das über seinem Grenzpreis liegt. Der Entscheidungswert entspricht investitionstheoretisch dem kritischen Preis, bei dem der unsichere Zahlungsstrom aus wirtschaftlicher Sicht gerade noch nicht unvorteilhaft ist.
Hering, Thomas: Unternehmensbewertung, 320 Seiten, 2005
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