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Verfügbarkeitsprüfung

Automatische Aussagen über Liefertermine sind in ERP-Systemen nur für Produkte möglich, die lagerhaltig geführt werden (make-to-stock). Die Angaben über Liefertermine basieren auf einer Verfügbarkeitsprüfung (ATP-Available-to-Promise). Die Verfügbarkeitsprüfung nach ATP-Logik lässt eine dynamische Bestandsprüfung zu, die zukünftige Lagerabgänge und -zugänge berücksichtigt.

Über die Prüfregel bestimmt der Anwender, welche Bestände bei der Verfügbarkeitsprüfung berücksichtigt werden sollen. Hinsichtlich der Lagerzugangselemente legt der Anwender fest, ob feste Bestellungen oder auch Bestellanforderungen (die im Rahmen der rollierenden Planung nochmals geändert werden können) zu ihrem geplanten Anlieferungstermin berücksichtigt werden sollen, ob freigegebene Fertigungsaufträge oder auch Planaufträge (die ebenfalls einer rollierenden Planung unterliegen) zu ihrem spätesten Endtermin einbezogen werden sollen.

Wenn die Berechnung der ATP-Menge auch Bestellanforderungen und Planaufträge einbezieht, besteht ein Unsicherheitsfaktor, ob ein geplanter Lagerzugang auch zur vereinbarten Zeit erfolgt. Nur wenn die Vorgaben der Grobplanung verlässlich sind, die daraus resultierenden Bestellungen pünktlich ein­treffen und die Fertigung termingerecht produzieren kann, ist auch auf die Lieferterminbestimmung durch Available-To-Promise Verlass.

Hinsichtlich der Lagerabgangselemente besteht die Möglichkeit, für Angebote eine Reservierung vorzunehmen.

Literatur:

Melzer-Ridinger, Ruth: Supply Chain Management, 275 Seiten, 2007
[Dieser Titel bei Oldenbourg]


 

 

 

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