Die Owen-Lösung ist ein partitives Lösungskonzept, das effizient, nicht komponenten-effizient ist. Die Spieler innerhalb einer Komponente machen ihre Ansprüche als Gruppe geltend. Für die Auszahlung, die einer Komponente zugute kommt, sind nicht die individuellen marginalen Beiträge entscheidend, sondern der marginale Beitrag der gesamten Komponente. Die Owen-Lösung kann auch als Gewerkschafts-Lösung bezeichnet werden, weil sie Gruppenbildung unter dem Aspekt der Verhandlungsmacht modelliert. Arbeiter schließen sich nicht in Gewerkschaften zusammen, um gemeinsam zu produzieren, sondern um als Gruppe mit den Arbeitgebern zu verhandeln.
Wiese, Harald: Kooperative Spieltheorie, 476 Seiten, 2005
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