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Alpine Naturprodukte: Die Nachfrage bei Verbrauchern steigt konstant

Aktuell scheinen immer mehr Menschen Naturprodukte für sich zu entdecken. Alpine Naturprodukte gibt es nicht erst seit gestern auf dem Markt, nachgefragt werden sie aber wie nie. Welche Psychologie hinter der Lust auf natürliche Produkte steckt und welche Artikel besonders gut laufen, zeigt dieser Artikel.

Was sind alpine Produkte?

Als alpine Produkte bezeichnet man eine breite Vielfalt von Artikeln, die in Teilen oder vollständig mit Naturrohstoffen aus dem Alpenraum hergestellt wurden. Dabei kann es sich sowohl um Lebensmittel wie Zirbenschnaps als auch um Kosmetikprodukte wie Badelsaz oder Seife handeln. Entscheidend ist, dass eine oder mehrere Zutaten unmittelbar dem Alpenraum zugeordnet werden können – so überzeugen alpine Produkte vor allem durch ihre natürlichen Inhaltsstoffe. Die Zirbelkiefer ist hierfür ein gutes Beispiel: Sie wächst vornehmlich in den Alpen. Ihre Samen, die Zirbelnüsse genannt werden, sind sehr vielseitig verwendbar und vor allem für ihren recht eigentümlichen, pinienartigen Geruch und Geschmack bekannt.

Aus dem Öl lassen sich Duftstoffe extrahieren, die sich hervorragend für die Herstellung von Wellnessprodukten eignen. Mit alpinen Produkten assoziieren viele Menschen zudem die Atmosphäre der Bergregion: Natur, Ruhe, Einkehr, Rückbesinnung auf das Wesentliche. Allein die Gerüche der Bergkräuter lösen diese Assoziationen unmittelbar aus. Und es ist auch etwas dran an der Vorstellung, dass alpine Naturprodukte besonders wohlschmeckend und wohltuend sind. Dass die Luft in den Bergen besonders klar ist, ist kein Geheimnis. Nicht umsonst breiten sich in den Bergregionen Pflanzen aus, die wir am Boden gewöhnlich nicht finden können. Einigen dieser Pflanzen werden heilsame Wirkungen nachgesagt, andere werden nur für ihren eigentümlichen Geruch und Geschmack geschätzt.

Warum Konsumenten Naturprodukte schätzen

Der Schnell-und-billig-Hype ist schon länger vorbei. Seit einiger Zeit fragen die Konsumenten vermehrt Produkte nach, von denen sie verlässliche und altbewährte Qualität erwarten. Naturprodukten kommt dabei eine besondere Rolle zu. Synthetische Inhaltsstoffe verschmähen die Kunden mehr und mehr. Das hat einerseits etwas damit zu tun, dass sie der industriellen Chemie nicht über den Weg trauen. Andererseits wächst aber auch das nachhaltige Bewusstsein der Konsumenten. Für sie gilt: Wo wenig drin ist, wurde auch wenig verbraucht. Produktionsketten sind kürzer, Ressourcen werden geschont. Naturprodukte hält der Markt schon lange bereit, durch das Zusammenfallen dieser beiden Bewusstseinszustände sind sie jetzt aber besonders beliebt.

Auch spielen Überlegungen rund um Unverträglichkeiten und Allergien eine größere Rolle. Immer mehr Menschen verzichten freiwillig auf glutenhaltige Nahrung oder ernähren sich vegan. Das kann medizinische, ethische oder schlicht Lifestyle-Gründe haben. Naturprodukte werden ohne ungewünschte Zusatzstoffe hergestellt und vegan sind die allermeisten pflanzlichen Naturprodukte sowieso. Auch diese Marktlücke machen sich mehr und mehr Unternehmen zunutze. Der Hype um Naturprodukte, insbesondere aus dem Alpenraum, wird uns noch viele Jahre begleiten.

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