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Karriere & Bildung

Arbeiten als Grafikdesigner: Worauf kommt es an?

Kreativität und Genauigkeit, Kunst und Technik: Die Faszination dieser Gegensätze macht den Reiz des Grafikdesigns aus. Wer neben Talent noch Ausdauer und Ehrgeiz mitbringt, verfügt über ideale Voraussetzungen, ein Grafikdesign-Studium zu starten. Auf dem späteren Berufsweg sind es nicht nur die großen Projekte wie das komplette CI und CD, sondern ebenso anspruchsvolle kleinere Aufgaben, vom Flyer über das Logo bis hin zur Website, die den Berufsalltag ausmachen.

Grafikdesign – was ist das?

Grafikdesign transportiert Botschaften. Es ist die visuelle Kommunikation zwischen Unternehmen und Interessenten. Grafikdesign steht für Marken, die dadurch ihren Wiedererkennungswert gewinnen. Hauptelement des Grafikdesigns ist es, ästhetisch ansprechend Aufmerksamkeit zu erlangen. Dazu bedienen sich Designer sowohl der Handarbeit – durch Malen, Zeichnen, Kreieren – als auch modernster Software, die die gestalterische Umsetzung der Ideen und Skizzen stützt.

Möglichkeiten und Wege – Grafikdesign studieren

Die Vielfalt in Sachen Grafikdesign beginnt bereits bei den Voraussetzungen und den gangbaren Wegen zum Studium. Die entsprechenden Studiengänge werden zwar nur an wenigen Universitäten, dafür aber verbreitet an Fachhochschulen, privaten Akademien und als Fernlehrgänge angeboten. Entsprechend unterschiedlich sind auch die schulischen Abschlüsse, über die künftige Grafikdesigner verfügen sollten.

Für Fachhochschulen sind Abitur oder Fachhochschulabschluss Bedingung; für private Akademien und Fernstudium kommt es mehr darauf an, welche praktischen Vorkenntnisse und Begabungen vorhanden sind. Bei Letzteren haben Quereinsteiger gute Chancen, das Studium erfolgreich zu absolvieren. Bei privaten Studieneinrichtungen und Fernuniversitäten können die Lehrgänge berufsbegleitend belegt werden, ideal also, um nach oder während einer Ausbildung zum Gestalter für visuelles Marketing oder technischen Zeichner das Grafikdesign-Studium anzuschließen.

Studieninhalte und Berufsalltag – GrafikdesignerIn

Darstellungstechniken im weitesten Sinn sind der Hauptinhalt des Studiums. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Typografie, denn für ein gutes (Seiten)Layout ist die Beherrschung unerlässlich. Das Entwerfen von Figuren wird vermittelt, hier kommen unterschiedliche Stilarten ins Spiel, von Cartoon-Figuren bis hin zu persönlich entwickelten Motiven. Fotografie und die Bearbeitung von Bildern gehören ebenfalls zu den unentbehrlichen Grundlagen. Informationen in visuell umzusetzen, wie zum Beispiel aus Hinweisen Piktogramme zu bilden, wird gleichfalls im Studium gelehrt.

Zu den eher künstlerischen Studieninhalten gesellt sich wichtiges Wissen um das handwerkliche und/oder computergestützte Rüstzeug. Wer gekonnt Grafiken anfertigen möchte, muss über Farbwirkung und Drucktechniken Bescheid wissen. Die entsprechenden Programme am Computer wollen erlernt und angewandt werden. Daneben brauchen Grafikdesigner allgemeines Wissen, wie etwa solide Kenntnisse im Urheberrecht, im Marketing und der Werbung.

All dieses Wissen wird im Studium zum Grafikdesigner theoretisch und praktisch vertieft. Es verleiht beeindruckende Einblicke in optische Täuschungen und lässt erfahren, wie Raum und Bewegung dargestellt werden. Das Spiel von Schatten und Licht, die Wirkung unterschiedlicher Größen und plastisch wirkende Darstellung sind interessante Studieninhalte. Daneben wird bereits im Studium auf den Berufsalltag eingegangen. Der genaue Ablauf von der Entwicklung eines Logos oder einer Designarbeit, Wissenswertes von der Akquise über Angebotserstellung, Briefing und Präsentation und nicht zu vergessen Produktionsbegleitung, gehören zum alltagsbezogenen Teil der Lehrgänge.

Grafikdesign in der Praxis – der individuelle Weg

Bereits im Studium zeichnet sich für die meisten Teilnehmer ab, welche genauen beruflichen Ziele angestrebt werden. Wer erste Schritte in Sachen Eigenwerbung und Akquise gegangen ist, hat vielleicht bereits erkannt, dass ihm dieser Bereich weniger liegt als das reine Design. Eine feste Stelle in einer Agentur oder einem Unternehmen bietet sich hier an. Für die Umsetzung eigener Ideen bleibt jedoch nicht immer im gewünschten Maße Raum. Hier zählen die Unternehmensvorgaben und die Teamarbeit.

Wer dagegen gerne auf Kundensuche geht, die Risiken von unregelmäßigen Einkommen nicht scheut und dafür mehr kreative Freiheit gewinnen will, der kann sein Glück als Freiberufler suchen. Die freie Mitarbeit in Agenturen, für einzelne Aufträge oder Serien, steht auch dem selbstständigen Grafikdesigner offen. Neben dem reinen fachlichen Können sind hier allerdings betriebswirtschaftliche Kenntnisse gefragt. Die Kalkulationen müssen mit möglichen Budgets in Einklang gebracht werden, Basiswissen in steuerlichen und kaufmännischen Belangen hilft dabei, sich als Selbstständiger auch finanziell zu behaupten.

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