Inside Creative House/shutterstock.com
Karriere & Bildung

Durchblick am Arbeitsplatz: Eine Arbeitsplatzbrille erleichtert die Bildschirmarbeit

Eine Arbeitsplatzbrille, auch bekannt als Bildschirmbrille oder VDU-Brille, ist eine Sehhilfe, die speziell für die Arbeit am Computer entwickelt wurde. Viele Menschen benötigen eine Arbeitsplatzbrille für die tägliche Arbeit am Computer, da eine normale Lese- oder Gleitsichtbrille oft nicht ausreicht.

Eine Arbeitsplatzbrille wird für die meisten Menschen um das 40. Lebensjahr herum notwendig, da sich die Alterssichtigkeit (Presbyopie) allmählich verschlechtert und eine Lesebrille erforderlich wird, auch für das Betrachten von Bildschirminhalten. Eine Arbeitsplatzbrille bietet eine effektive Lösung, um die Arbeit am PC angenehmer zu gestalten und die Belastung der Augen zu verringern. Ein Büroarbeitsplatz kann die Gesundheit belasten, weshalb rechtzeitig gehandelt werden muss.

Das kann eine Arbeitsplatzbrille leisten

Die Arbeitsplatzbrille hat einen erweiterten Bereich für die Nah- und Zwischensicht und ist darauf spezialisiert, klare Sicht auf kurze und mittlere Entfernungen zu bieten. Dadurch bietet sie eine optimierte Sicht bis zu einem Meter, was bei normalen Gleitsicht- oder Lesebrillen nicht gewährleistet ist.

Das Tragen dieser Brillen ermöglicht eine schärfere Sicht in der Arbeitsumgebung und minimiert gleichzeitig die Notwendigkeit häufiger Kopfbewegungen. Dies ist sowohl für die Augen als auch für die Halswirbelsäule von Vorteil. Eine Bildschirmbrille bietet ein breites, auf kurze und mittlere Entfernungen begrenztes Sichtfeld. Sie ermöglichen eine klare Sicht, insbesondere in Entfernungen von etwa 40 bis 65 cm, dem typischen Abstand zwischen den Augen und dem Computerbildschirm.

Mit einer Bildschirmbrille ist es möglich, den Monitor, Schreibtischelemente oder andere Objekte im Raum zu betrachten, ohne den Kopf anstrengen oder verdrehen zu müssen. Dies fördert auch eine bessere Körperhaltung, insbesondere für den Rücken und den Nacken. Viele Menschen berichten von positiven Erfahrungen mit speziellen Bildschirmarbeitsplatzbrillen und finden sie oft sogar bequemer als Gleitsichtbrillen oder Lesebrillen, die nur einen Bereich von etwa 30 bis 40 cm abdecken.

Arbeitsplatzbrille vs. Gleitsichtbrille – Welche ist die bessere Wahl?

Eine Gleitsichtbrille ist eine Brille, die alle Sehbereiche abdeckt, einschließlich des Nah-, Zwischen- und Fernbereichs. Ihr Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Fernbereich, der im Vergleich zum Nah- und Zwischenbereich größer ist. Diese Brille, wie etwa eine Eyes + More Gleitsichtbrille, ist für alltägliche Aktivitäten wie Lesen, Einkaufen und Autofahren geeignet. Ein Nachteil ist, dass sich der Nah- und der Zwischenbereich im unteren Teil der Brille befinden, was zu einer ungesunden Sitzhaltung führen kann, wenn man ständig nach oben schaut, um z.B. von einem Bildschirm zu lesen.

Bevor man eine Brille für den Arbeitsplatz kauft, ist es wichtig, die Entfernung zu messen, in der man scharf sehen muss. Dazu setzt man sich in normaler Haltung vor einen Computer und misst mit einem Lineal den Abstand zwischen Gesicht und Bildschirm. Arbeitsplatzbrillen sind so konzipiert, dass sie vorrangig den Nah- und Mittelbereich abdecken. Sie sind größer und komfortabler als Allzweckbrillen, da sie keinen separaten Fernbereich haben. Dies ermöglicht eine natürlichere Haltung.

Kosten werden häufig vom Arbeitgeber getragen

Nach dem deutschen Arbeitsschutzgesetz gilt eine Bürobrille als persönliche Schutzausrüstung am Arbeitsplatz. Daher ist der Arbeitgeber für einen Teil der Kosten verantwortlich, wenn ein Augenarzt die medizinische Notwendigkeit schriftlich bescheinigt. Arbeitgeber sind generell verpflichtet, Mitarbeiter, die an einem PC arbeiten, regelmäßig augenärztlich untersuchen zu lassen, was auch durch EU-Recht vorgeschrieben ist.

Arbeitnehmer, die viel Zeit am Computer verbringen, haben möglicherweise Anspruch darauf, dass ihr Arbeitgeber die Kosten für eine Arbeitsplatzbrille übernimmt. Der Arbeitgeber ist für die Kosten verantwortlich, wenn keine andere Partei, wie die private oder gesetzliche Krankenversicherung, diese übernimmt und die Brille die Kriterien einer speziellen Bildschirmarbeitsplatzbrille erfüllt.

Nach §6 Abs. 2 der Bildschirmgeräteverordnung sind Arbeitnehmern spezielle Sehhilfen zur Verfügung zu stellen, wenn eine Augenuntersuchung ergibt, dass sie für die Arbeit an Bildschirmgeräten notwendig sind und normale Sehhilfen nicht geeignet sind. Zu den regulären Sehhilfen gehören Fern- oder Nahbrillen sowie Gleitsichtbrillen. Spezielle Sehhilfen, wie z.B. Arbeitsplatzbrillen, sind auf die besonderen Sehanforderungen eines Computerarbeitsplatzes zugeschnitten. Wenn die normale Brille nicht ausreicht, um die Sehschwäche am Arbeitsplatz zu beheben, ist es möglich, dass die Kosten für eine Arbeitsplatzbrille übernommen werden.

Ähnliche Beiträge

Hilfreiche Maßnahmen für die berufliche Weiterentwicklung

Büroalltag: So verbessert man seine Handschrift in wenigen Schritten

Heinrich Gellertshausen

Wie verdienst du dein Geld? Jobs in besonderen Branchen

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner