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Finanzen & Börse

Finanzen im Blick: Was bleibt vom Gehalt übrig?

Wir hatten gute Jahre mit Wohlstand, in denen der Blick auf den Cent keine große Bedeutung hatte. Diese Situation hat sich drastisch gewandelt. Kosten für Energie und die Inflation haben in vielen Haushalten die Finanzplanung aufgewirbelt. Der spitze Bleistift ist wieder da. Eine sorgfältige Planung der Ausgaben erfordert, dass man genau weiß, mit welchen Einnahmen gerechnet werden kann.

Ein kostenloser Brutto Netto Rechner ist dabei eine große Unterstützung. Nach der Eingabe der Informationen, die die Basis für die steuerlichen Abzüge bilden, wird die Summe ausgewiesen, die auf das Konto fließt. Zusammen mit anderen Einkünften kann auf einem Blick ermittelt werden, wie viel Geld zur Verfügung steht. Informationen, die für unterschiedliche Situationen wichtig sind.

Haushaltsbuch führen

Ein Haushaltsbuch ist weniger altmodisch, als es das Vorurteil vermuten lässt. Die genaue Auflistung von Einnahmen und Ausgaben ist ein wichtiges Element für die Finanzplanung. Nur wer genau weiß, wo das Geld vom Bruttolohn hinfließt, hat seine Ausgaben im Blick. Vom Bruttolohn werden vor der Auszahlung unterschiedliche Steuern und Anteile an Versicherungen abgezogen. Übrig bleibt der Nettolohn, der auf das Konto ausgezahlt wird. Die Höhe der Abzüge richtet sich unter anderem nach der Steuerklasse, Freibeträgen und Wahl der Krankenversicherung.

Die Nettosumme ist der Geldbetrag, der für Miete, Kredite, Lebenshaltung oder Altersvorsorge zur Verfügung steht. Bei einem klassischen Haushaltsbuch steht die Nettosumme oben links. In der Spalte rechts daneben werden alle Ausgaben notiert. Jeder Minusbetrag wird vom Haben abgezogen. In der linken Spalte steht immer der Betrag, der aktuell zur Verfügung steht. Im besten Fall ist diese Summe am Ende des Monats im Plus.

Gehaltsverhandlung

Viele Beschäftigte legen zurzeit die Arbeit nieder. Auslöser sind Gehaltsverhandlungen, in denen oft ein Inflationsausgleich gefordert wird. Beschäftigte, deren Gehalt nicht an einen Tarifvertrag gekoppelt ist, müssen allein in die Gehaltsverhandlung treten. Wer hier einen Ausgleich für die gestiegenen Lebenshaltungskosten haben möchte und gleichzeitig eine turnusmäßige Gehaltserhöhung wünscht, muss gut rechnen. Entscheidend für die gewünschte Erhöhung ist das Bruttogehalt. Die Lebenshaltungskosten werden allerdings vom Nettogehalt bestritten.

Wer also im Monat 150 € mehr für Lebensmittel und Kraftstoff ausgibt, muss das Bruttogehalt entsprechend berechnen. Dies gelingt am besten mit einem Brutto-Netto-Rechner. Es lohnt sich mit unterschiedlichen Summen zu spielen. Attraktiv kann auch eine Umwandlung eines Teils des Bruttolohns sein. Eine feste Summe des Lohns wird in eine betriebliche Altersvorsorge eingezahlt. Der zu versteuernde Anteil wird dadurch geringer und die betriebliche Rente ist eine Ergänzung zur staatlichen Rente. Dies lohnt sich zum Beispiel auch für Beschäftigte, die nicht Vollzeit arbeiten.

Bevor in einer Ehe hohe Steuern vom geringeren Gehalt gezahlt werden, kann eine betriebliche Altersvorsorge im Alter mehr Geld bedeuten. Ein Brutto-Netto-Rechner spricht eine einfache Sprache, er ist einfach in der Anwendung und liefert leicht verständliche Ergebnisse.

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