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Finanzen & Börse

Devisenhandel: Wie attraktiv ist der Handel mit Währungen?

Der Handel mit Devisen führt ein Schattendasein. Aktien und Fonds haben die breite Masse der Anleger erreicht und viele private Sparer haben sich in diesem Bereich ein solides Fachwissen zugelegt. Der Devisenmarkt ist der weltweit größte Finanzmarkt. Die Umsätze der Transaktionen beim Handel mit Währungen liegen täglich bei über 6 Billionen US-Dollar. Im Devisenhandel lässt sich Geld verdienen und es sind gute Renditen möglich. Devisenhandel ist allerdings nichts für reine Anfänger. Gute Marktkenntnisse und eine Prise Glück gehören dazu.

Was sind Devisen?

Unter Devisen werden Zahlungsmittel in fremder Währung verstanden. Für Anleger aus den Euro-Ländern sind dies unter anderem US-Dollar, norwegische Kronen und Schweizer Franken. Der Preis für Devisen, so richtet sich nach dem Wechselkurs. Im Devisenhandel setzen Anleger auf steigende oder fallende Wechselkurse. Im Grunde ist jeder Urlaubsgast in einem Land mit einer Fremdwährung ein Devisenhändler. Die Währung des Landes wird für den Gegenwert der eigenen Währung gekauft. Im Devisenhandel für Anlagezwecke werden Währungspaare angeboten. Beliebte Paare sind Euro/ US-Dollar, britisches Pfund/ US-Dollar oder Euro/britisches Pfund.

Wo liegen die Gewinnchancen?

Währungskurse unterliegen stetiger Bewegung. Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage und wird sekündlich bestimmt. Innerhalb weniger Stunden kann sich ein Wechselkurs zugunsten der Anleger verändern und einen Gewinn bescheren. Der Wechselkurs wird nicht allein durch die Regularien des Marktes bestimmt. Einfluss haben Zinsentscheidungen, eine politische Entscheidungslage oder Naturkatastrophen. Eine Investition in Wechselkurse ist daher immer mit einem gewissen Risiko verbunden, bietet aber auch den gewissen Nervenkitzel, der für viele Anleger dazugehört.

Der Devisenmarkt

Währungen werden nicht an der Börse gehandelt. Der Marktplatz für Devisen heißt freien Exchange Market oder kurz Forex. Anleger vom Wechselkurs profitieren möchten, müssen ein Forex-Konto eröffnen und sich an einen Forex-Broker wenden. Private Anleger können relativ sicher mit gemäßigten Gewinnen rechnen, die die geringen Zinsen bei anderen Sparmöglichkeiten ausgleichen. Private Anleger, die auf große Gewinne spekulieren, können aus Währungsoptionsscheine oder CFDs setzen. Beide Hebelprodukte sind von großer Bedeutung.

Hebelprodukte erlauben Anlegern, mit mehr Kapital zu spekulieren, als tatsächlich zur Verfügung steht. Damit besteht die Möglichkeit, in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen. Die große Gefahr bei Hebelprodukten ist, dass viel Geld verloren werden kann. Bei einer schlechten Investition ist das Geld vollständig verloren. Angler sollten sich dieser Gefahr voll bewusst sein und mit den Folgen umgehen können. Wichtig bei risikoreichen Geschäften ist ein guter Broker mit einer ausgezeichneten Reputation.

Gibt es sichere Devisen?

Für Anleger, die gern auf einem sicheren Terrain in den Devisenhandel einsteigen möchten, eigen sich sogenannte Hartwährungen oder Rohstoffwährungen. Schweizer Franken und der australische Dollar aufgrund der Gold- und Silbervorkommen des Landes gelten als risikoarm. Währungen aus unsicheren Ländern sind grundsätzlich risikoreich. Der Devisenmarkt unterliegt jedoch seinen eigenen Regeln und Anleger sollten auf Überraschungen vorbereitet sein.

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