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Human Resources

Gute Mitarbeiter finden: 5 effektive Methoden der Personalfindung

Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit der Leistung der Mitarbeiter. Doch qualifizierte Arbeitnehmer finden sich in Zeiten des Fachkräftemangels nicht mehr so einfach wie vor wenigen Jahrzehnten. In Branchen wie der IT, der Pflege und dem Ingenieurwesen bleiben vakante Stellen unbesetzt. Allein in der IT konnten im Jahr 2023 tausende Stellen in Deutschland nicht besetzt werden.

Gleichzeitig durchlief der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren einen drastischen Wandel. Potenzielle neue Mitarbeiter stellen neue Anforderungen an ihren Arbeitgeber in spe und profitieren aufgrund von Remote-Work und Co. von neuen Möglichkeiten. Unternehmen müssen Bewerber somit nicht nur ausfindig machen, sondern auch von sich überzeugen. Doch wie finden Unternehmen gute Mitarbeiter? Wie handeln Personaler, wenn keine Fachkräfte ausfindig gemacht werden können? Und welche Methoden erleichtern das Recruiting?

Wie findet man neue Mitarbeiter?

Bessere Karrierechancen beim Mitbewerber, die Pflege von Angehörigen oder Konflikte im Team: Mitarbeiter verlassen ein Unternehmen aus diversen Gründen. Darüber hinaus werden neue Stellen geschaffen. Die vakanten Stellen gilt es mitunter schnell zu besetzen. Der Grund: Offene Stellen kosten dem Unternehmen Geld. Jede unbesetzte Stelle verursacht im Durchschnitt Kosten in Höhe von 29.000 Euro. Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit wurde eine offene Stelle in Deutschland im Jahr 2022 in circa 149 Tagen neu besetzt. Im Vergleich zu vorherigen Jahren erreichte die Dauer der Neubesetzung damit ein Rekord-Niveau. Bemerkbar macht sich hier insbesondere der Fachkräftemangel, der viele Branchen betrifft.

Durch den Wandel des Arbeitsmarktes zugunsten der Arbeitnehmer verändert sich auch die Personalrekrutierung. Personaler müssen mehr Zeit investieren, um geeignete Kandidaten aufzuspüren und für sich zu gewinnen. Erfahrene Fachkräfte erweisen sich mitunter als wählerisch und stellen hohe Ansprüche an ihren potenziellen Arbeitgeber.

Doch wo finden Unternehmen gute Mitarbeiter? Zunächst gilt: Interne Stellenausschreibungen und Stellenanzeigen auf Jobportalen bieten nach wie vor eine effektive Möglichkeit, um potenzielle neue Mitarbeiter auf vakante Stellen aufmerksam zu machen. Hier sollten Unternehmen das Anforderungsprofil möglichst genau definieren und das zu erwartende Gehalt angeben. Alternativ können Unternehmen Personalagenturen und Headhunter beauftragen, Recruiting über Social-Media betreiben, eine eigene Karriereseite im Internet einrichten oder auf Veranstaltungen für eine Anstellung im Betrieb werben.

Das passende Personal finden Unternehmen beispielsweise bei Starke Jobs. Der digitale Personaldienstleister unterstützt Start-ups, KMU und Konzerne mit einem Rundum-Sorglos-Paket bei dem Personalrecruiting und ermittelt erstklassige Talente für projektbezogene Aufgaben, Direkteinstellungen und die Zeitarbeit. Zudem stellt der Anbieter praktische digitale Tools zur Verfügung.

Was tun, wenn man kein Personal findet?

Begeben sich Personaler vergeblich auf die Suche nach qualifiziertem Personal, sollten diese die bisher verfolgten Maßnahmen überprüfen. Enthalten die Stellenanzeigen alle relevanten Informationen und wecken diese Interesse? Wurden die passenden Stellenbörsen ausgewählt? Welche Rückmeldungen erhielten die HR-Fachkräfte auf Jobmessen und weiteren Veranstaltungen?

Darüber hinaus kann es sich als hilfreich erweisen, zunächst im eigenen Unternehmen nach geeigneten Mitarbeitern zu suchen. Die Beförderung eines Teammitgliedes kann den Recruitingprozess nämlich erleichtern. So kennt der Mitarbeiter das Unternehmen und die Unternehmenskultur und kann sich schnell in seinen neuen Aufgabenbereich einarbeiten. Das Onboarding fällt weniger zeitintensiv aus. Gleichzeitig minimieren Personaler auf diese Weise das Risiko einer teuren Fehlbesetzung.

Am einfachsten fällt die Suche nach Mitarbeitern durch einen Personaldienstleister aus. Berater und Headhunter verfügen über das notwendige Know-how, den Erfahrungsschatz und das Netzwerk, um offene Stellen schnell zu besetzen.

Die 5 besten Methoden für die Personalrekrutierung

Beim Recruiting gilt: Mehrere Wege führen nach Rom. Personaler setzen deshalb auf unterschiedliche Kanäle. Welcher Kanal sich als vorteilhaft erweist, muss im Einzelfall beurteilt werden. Doch welche Methoden gelten als effektiv?

Methode 1: Stellen intern besetzen

Im firmeneigenen Intranet veröffentlichen Unternehmen vakante Stellen zuerst intern. Alternativ kann die Stellenausschreibung per E-Mail an die Mitarbeiter versendet werden.

Der Vorteil: Angestellte schätzen die Möglichkeit, im Unternehmen aufsteigen zu können. Sie kennen die internen Abläufe und haben sich bereits an den Betrieb gebunden. So lassen sich diese schnell und einfach in die neue Stelle integrieren. In der Regel fallen lediglich Kosten im Rahmen der Personalentwicklung an. Allerdings bringt die Besetzung einer Stelle durch einen Internen auch Nachteile mit sich. Der Mitarbeiter verfügt auch nach der Fortbildung über keinerlei Erfahrung. Außerdem hinterlässt der Wechsel wieder eine freie Stelle.

Methode 2: eine Karriereseite entwerfen

Viele Unternehmen verfügen über eine eigene Karriereseite. Hier veröffentlichen Personaler alle zu besetzenden Stellen. Die geringen Kosten und die Möglichkeit zur freien Gestaltung der Stellenausschreibung führen dazu, dass die Karriereseite als Standardmethode gilt. Allerdings fällt die Reichweite gering aus. Qualifizierte Fachkräfte werden so womöglich nicht auf die Stelle aufmerksam und wenden sich Mitbewerbern zu. Fachkräfte, die sich nicht aktiv auf Jobsuche befinden, stoßen in der Regel gar nicht auf die Stellenanzeige.

Für Start-ups und KMU kann sich diese Methode deswegen als nachteilig erweisen. Konzerne mit einem hohen Bekanntheitsgrad wiederum können über die eigene Karriereseite häufig problemlos Mitarbeiter generieren.

Methode 3: Jobportale im Internet

Auf Jobbörsen können Unternehmen Stellenausschreibungen anlegen. Hier bietet sich die Möglichkeit, zahlreiche Arbeitssuchende anzusprechen. Durch automatisierte Prozesse und einen strukturierten Aufbau können Personaler die Stellenanzeigen schnell und einfach erstellen. Kosten fallen in der Regel nicht an.

Der Nachteil: Überzeugen Mitbewerber durch eine ausgeklügelte Employer-Branding-Strategie, generieren die Anzeigen unter Umständen wenige Bewerbungen.

Methode 4: Personalagenturen und Headhunter

Eine wichtige Stelle besetzen Unternehmen im Handumdrehen mit Hilfe einer Personalagentur oder eines Executive-Searchers. Erstgenannte ermittelt potenzielle neue Mitarbeiter mit einer niedrigen bis mittleren Qualifikation. Der Headhunter wiederum hat sich auf die Suche nach Fach- und Führungskräften spezialisiert. Er entstammt einer hohen Management-Position und kann auf ein breites Netzwerk und einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Methode 5: das Social-Media-Recruiting

Beim Social-Recruiting greifen Unternehmen auf Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram zurück. Auch berufliche Netzwerke wie LinkedIn bieten sich optimal an, um vakante Stellen auszuschreiben. Der Vorteil: Die große Reichweite erhöht die Chancen, die Stelle zügig zu besetzen.

Das Fazit – vakante Stellen schnell und einfach besetzen

Unbesetzte Stellen kosten bares Geld. Umso wichtiger ist es, eine neue oder freigewordene Stelle innerhalb kurzer Zeit durch ein bestehendes Teammitglied oder einen neuen Mitarbeiter zu besetzen. Doch in Zeiten des Fachkräftemangels und einem veränderten Arbeitsmarkt zugunsten der Arbeitnehmer kann sich dies als Herausforderung erweisen.

Unternehmen können bei dem Recruiting auf diverse Methoden setzen. Eine einfache Recruiting-Methode stellt die interne Besetzung über Stellenausschreibungen im Intranet dar. Auch eine eigene Karriereseite kann die Chance auf Bewerbungen durch qualifizierte Fachkräfte erhöhen. Als Standardmaßnahme gelten Jobportale, die durch eine große Reichweite überzeugen. Ein Rundum-Sorglos-Paket erwartet Unternehmen dagegen bei Personaldienstleistern, die die Mitarbeiter im Namen des Auftraggebers ermitteln. Ferner kann es sich als ratsam erweisen, vakante Stellen auf Social-Media zu bewerben.

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