Nachfragemonopol
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Nachfragemonopol: Ausführliche Erklärung und Beispiele

Monopson beschreibt eine Marktform in einer Wirtschaft, in der nur ein Kunde (z. B. Arbeitgeber) viele Lieferanten (z. B. Arbeitnehmer) hat. Der Begriff wurde erstmals 1933 vom Ökonomen Joan Robinson verwendet. Die Bezeichnung „Nachfragemonopol“, die auch häufig als Synonym verstanden wird, ist als Wort irreführend, da der altgriechische Ausdruck „Monopol“ wörtlich Einzelverkauf bedeutet. Nach einer engen Definition haben viele Lieferanten nur einen Kunden – einen Monopsonisten.

Nach einer breiteren Darlegung können wir auch über Monopson sprechen, wenn die Verbraucher mehr als üblich Einfluss auf das Preisniveau haben können. Während Monopsons aufgrund ihrer engen Definition, als kaum real angesehen werden, sind sie nach allgemeiner Determination viel wahrscheinlicher.

Nachfragemonopol: Definition

Ein Nachfragemonopol liegt vor, wenn nur ein Kunde vielen Anbietern gegenübersteht. Ein anderer (und sprachlich präziserer) Begriff für Nachfragemonopol ist Monopson. Was sind die Konsequenzen dieser Marktsituation? Wo gibt es in der Praxis Nachfragemonopole? Folglich bedeutet das Nachfragemonopol, dass nur ein Käufer von Waren oder Dienstleistungen auf dem Markt erscheint. Der Ankäufer bestimmt den Preis anhand der nachgefragten Warenmenge. Der Betrag hängt von der Funktion des Angebots ab, auf deren Art das Monopol der Nachfrage keinen Einfluss haben kann. Er wird jedoch den erforderlichen Betrag wählen, damit sein wirtschaftlicher Nutzen maximiert wird.

Gewinnmaximierung im Nachfragemonopol

Um zu verstehen, wie sich das Monopol der Nachfrage verhält, kann eine Annahme getroffen werden: Ein Monopolist kauft Waren, um sie zu verarbeiten, und verkauft sie dann auf einem hart umkämpften Markt. Bei Monopson wird ein einzelner Kunde mit einer Lieferfunktion verglichen. Die Angebotsfunktion ermittelt den Preis in Abhängigkeit von der gewünschten Menge. Bei normalen Waren führt eine Erhöhung der erforderlichen Menge zu einer Preiserhöhung. Wenn der Monopolist mehr Wareneinheiten anfordern will, muss er für alle nachgefragten Güter einen höheren Preis zahlen.

gewinnmaximierung im monopol
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Dies bedeutet, dass die Grenzkosten eines Nachfragemonopols den Marktpreis für eine zusätzliche Einheit übersteigen. Der maximale Gewinn bei Monopson liegt vor, wenn die Grenzkosten den Grenzerlösen entsprechen. Dies bedeutet, dass der Preis und die Menge auf dem Monopson-Markt niedriger sind als auf dem Wettbewerbsmarkt.

Die Oligopolnachfrage ist realistischer

Ein Oligopol der Nachfrage kann beobachtet werden, aber kein Monopol der Kaufbereitschaft. Dies ist der Fall, wenn eine große Anzahl von Lieferanten mit mehreren Kunden konfrontiert ist. Entsprechende Marktbedingungen bestehen sowohl in der Militärindustrie als auch im Straßenbau sowie bei der Erbringung von Dienstleistungen im Nahverkehr. Ökonomen verwenden häufig die Begriffe Monopolnachfrage oder Monopol der begrenzten Nachfrage, wenn sie sich auf das Oligopol der Nachfrage beziehen.

Monopson oder Monopol auf Abruf?

Der Begriff „Monopol“ kommt von den griechischen Wörtern „Monos“ (eins) und „Polein“ (Verkauf). Aus diesem Grund ist der Begriff „Nachragemonopol“ irreführend, weshalb viele Ökonomen und Linguisten die Bezeichnung „Monopsom“ bevorzugen. Nach diesem Satz beschreibt Oligopson eine Situation, in der wenige Kunden auf mehrere Lieferanten treffen. Der Name Monopson ist passender, weil Opsonia Einkaufen bedeutet. Bei Texten, die nicht nur für die Zielgruppe bestimmt sind, ist es immer noch ratsam, über das Monopol der Nachfrage zu sprechen, da dieses Wort im Gegensatz zu Monopson den meisten Menschen bekannt ist.

Beispiel für ein Nachfragemonopol

Da diese Art von Markt ziemlich selten ist, stehen mehrere Beispiele zur Veranschaulichung von Monopson zur Verfügung. Der Staat sollte zuerst erwähnt werden. Überall dort, wo er ein Monopol hat, beispielsweise beim Drucken von gesetzlichen Bulletins oder anderen Regierungspapieren, gibt es das Nachfragemonopol, da dieser Druck von vielen möglichen Herstellern durchgeführt werden kann. Militärprodukte werden ebenfalls nur vom Staat bestellt, aber wiederum von vielen Produzenten produziert. Das Militär bleibt jedoch der einzige Kunde.

Monopol mit begrenzter Nachfrage

Es gibt nur einen Kunden in diesem On-Demand-Monopol, hier ist die Anzahl der Lieferanten überschaubar. Der Staat ist ein Monopolist. Beispiele für ein begrenztes Monopol auf Abruf sind Züge der Bundesbahn, Spezialfahrzeuge für die Polizei oder militärische Ausrüstung.

Abgrenzung zu einem Monopol der Angebote

Im Gegensatz zum On-Demand-Monopol hat der Lieferant das Monopol beim Angebot. In dieser Form des Marktes hat der Anbieter einen großen Vorteil, da er aufgrund der hohen Nachfrage die Menge und die Preise frei bestimmen kann. Aus Sicht des Verbrauchers ist das Angebotsmonopol jedoch nicht sehr rentabel, da die Kunden vollständig vom Zielpreis des Lieferanten abhängig sind. Ein wichtiges Merkmal dieses Monopols ist, dass der Lieferant mit niemandem konkurriert und daher der Preis nicht wie üblich durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Daher kann der Lieferant (Monopolist) seine Macht nutzen und Entscheidungen ausschließlich unter seien Bedingungen treffen.

Bei übermäßigen Preiserwartungen ist jedoch Vorsicht geboten – Kunden können verärgert werden. Hier kann ein zu hoher Preis für den Lieferanten zum Nachteil werden. Aus Sicht des Unternehmertums ist ein Angebotsmonopol eine ideale Marktform. Dies tritt beispielsweise auf, wenn ein Unternehmen ein einzigartiges Produkt auf dem Markt hat.

Monopol der Nachfrage und Gewinnmaximierung

Um jedoch das genaue Prinzip des Nachfragemonopols zu verstehen, muss die Prämisse akzeptiert werden. Um Waren weiter zu verkaufen, kauft der Monopolist sie zur weiteren Verarbeitung und verkauft sie dann auf einem wettbewerbsorientierten Markt. Die Angebotsfunktion, auf die Monopson als Käufer stößt, bestimmt den Preis der angeforderten Menge. Daher haben normale Produkte einen höheren Preis. Wenn das Nachfragemonopol mehr Einheiten des gewünschten Produkts findet, muss es aus diesem Grund für alle nachgefragten Waren einen höheren Preis zahlen.

Somit übersteigen die Grenzkosten eines Nachfragemonopols den Marktpreis für jede weitere Einheit. Gewinnmaximierung findet sich dort, wo Grenzkosten angemessen verfügbar sind. Dies bedeutet, dass Menge und Preis auf dem Monopolnachfragemarkt niedriger sind als auf dem Wettbewerbsmarkt.

Wo sind die Monopole der Nachfrage?

Theoretisch sind solche Nachfragemonopole selten, die meisten kommen vom Staat. Diese speziellen Monopole oder ihre Varianten finden sich in den staatlichen Anforderungen. Dazu gehört beispielsweise die Nachfrage nach Polizeikräften, da diese dem Staat gehören. Veranschaulichen wir dies anhand eines Beispiels: Abgesehen von anderen Bundesländern hat der Polizist in Deutschland keine andere Wahl, weil das Land ihm diesen Job zur Verfügung stellt. Folglich kann der Polizeibeamte den Preis seiner Dienste nicht festlegen, aber den vom Staat festgelegten Preis akzeptieren oder dies nicht tun.

Unter anderem wird die Militär- und Rüstungsindustrie häufig als Beispiel für ein Nachfragemonopol angesehen. Auch hier treten nur der Staat oder das Militär als Käufer auf.

Es ist jedoch möglich, dass Verteidigungsunternehmen ihre Waren genauso in andere Länder liefern und so ein Monopol der Nachfrage vermeiden können. Der Staat kann diesen Export allerdings untersagen. Aus diesem Grund kann der Staat als direkter Käufer den Waffenexport verbieten. Folglich werden der Preis und die erforderliche Menge sinken. In der Praxis ist dies jedoch kaum der Fall, da die Staaten normalerweise daran interessiert sind, solche Waren zu exportieren.

Monopol der Angebote
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Das Nachfragemonopol ist relativ surreal

Mit Ausnahme von Regierungen ist das Nachfragemonopol in den meisten Fällen völlig surrealistisch und nicht vorhanden. Zum Beispiel gibt es kein wirkliches Monopol für die Nachfrage nach Polizeikräften oder Waffen, da die Waren der Lieferanten nicht nur an inländische, sondern auch an ausländische Abnehmer verkauft werden können. Das Nachfragemonopol zeigt sich für einen begrenzten Bewegungsbereich im Schienenpersonenverkehr. So können sich Zulieferer in anderen Ländern oder Verkehrsverbänden bewerben. Aber auch in diesem Fall gibt es kein wirkliches Monopol der Nachfrage.

Wo sind Nachfragemonopole wichtig?

Nachfragemonopole sind in Faktormärkten wichtig. Wenn es beispielsweise in einer kleinen Stadt nur ein Unternehmen gibt, das Arbeitskräfte benötigt, wird die Höhe des nominalen Lohnsatzes im Gleichgewicht durch die Bedingung bestimmt, dass der Höchstlohnsatz = die Höhe des Grenzeinkommens ist.

Monopson und Arbeitsmarkt

Die monopsonistische Macht auf dem Arbeitsmarkt hat zur Folge, dass die Löhne unter dem Gleichgewichtspreis liegen, der sonst auf dem Markt entstanden wäre, was zu einem Vermögensverlust führt. Die monopsonistische Theorie, die in anderer Hinsicht eine sehr unbedeutende Rolle in der Wirtschaft spielt, liefert beispielsweise Erklärungskraft für den Einfluss des in einigen Ländern empirisch ermittelten Mindestlohns, der sich im üblichen neoklassischen Modell des Arbeitsmarktes nicht angemessen widerspiegeln lässt. Dort erfolgte der Stellenabbau nach Einführung des Mindestlohns nicht im erwarteten Maße.

Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Löhne aufgrund von Monopson erheblich niedriger waren als die Produktivität. Daher kann der Großteil der Belegschaft trotz der erzwungenen Erhöhung der Löhne weiterhin profitabel arbeiten. Die Gründe für die Entstehung der monopsonistischen Situation sind Reibungen auf dem Arbeitsmarkt. Sie entstehen (unter anderem) aus:

  • Unwissenheit
  • Mobilitätskosten
  • Heterogene Präferenzen

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