Matveev Aleksandr/shutterstock.com
Industrie

Schmelzefilter: Filtrationssysteme für die kunststoffverarbeitende Industrie

Filtersysteme sind unverzichtbare Komponenten in der industriellen Fertigung. In der Kunststoffverarbeitung übernehmen Schmelzefilter eine wichtige Rolle. Sie sind ein entscheidender Faktor für die Qualität der fertigen Produkte. Die Filtersysteme entfernen Verunreinigungen aus der Kunststoffschmelze und erzeugen ein homogenes Ausgangsprodukt mit einem hohen Reinheitsgrad. Eine wichtige Basis für die weitere Verarbeitung im Spritzgussverfahren oder in der Extrusion.

Funktion von Schmelzefiltern

Bei der Herstellung einer Kunststoffschmelze können Fremdkörper in der Schmelze enthalten sein. Dies können Verunreinigungen wie Metallpartikel sein oder Kunststoffreste, die nicht vollständig geschmolzen sind. Bei der Herstellung von Kunststoffgranulat oder auf dem Transportweg können Werkstoffe verunreinigt werden. Fremdkörper können für einen Qualitätsverlust sorgen. Kunststoffe erhalten ihre Stabilität durch ihren homogenen Verbund. Sind nach dem Aushärten fremde Partikel in der Struktur enthalten, so können an dieser Stelle Brüche entstehen. Die Stabilität kann nicht gewährleistet werden.

Zusätzlich können sich an der Oberfläche Fehler zeigen. Für eine Nutzung im sichtbaren Einsatzbereich kommen verschmutzte Schmelzen nicht infrage. Moderne Industrieanlagen arbeiten mit präzisen Apparaturen. Feine Düsen im Spritzgussverfahren können durch Fremdkörper blockiert werden. Die Düse ist nicht mehr funktionsfähig und die Produktion steht still. Eine saubere und homogene Masse führt zu einer höheren Produktqualität und stabilen Produktionsabläufen.

Typen von Schmelzfiltern

Für jede industrielle Anwendung gibt es Schmelzefilter, die auf die spezifischen Anforderungen ausgerichtet sind. Die einfachste Bauform ist das Einfachsieb. Es handelt sich dabei um ein Drahtgeflecht, das in mehreren Schichten übereinandergelegt wird. Dieser Filtertyp wird für Produktionen mit einem niedrigen Anspruch verwendet. Kerzenfilter bestehen aus zylindrischen Bauteilen. Die Filterelemente sind mit einem feinen Draht oder mit einem porösen, aber durchlässigen Material überzogen. Die Schmelzefilter überzeugen mit hohen Durchsatzraten. Diskus- oder Plattenfilter bestehen aus einer Kombination unterschiedlicher Filtermedien. Die Filtermedien sind auf Platten aufgezogen.

Die einzelnen Platten werden geschichtet und die Schmelze durchläuft die unterschiedlichen Medien. Dieser Typ Schmelzefilter sorgt für eine Kunststoffmasse in höchster Reinheit und erfüllt hohe Qualitätsansprüche. Eine innovative Technik zeigen rückspülbare Filter. Diese Filtersysteme können während des laufenden Betriebs gereinigt werden. Der Produktionsprozess muss nicht unterbrochen werden und die Durchlaufrate bleibt gleichbleibend hoch.

Anwendung von Schmelzefiltern

In der Kunststoffindustrie überwiegen zwei Produktionsverfahren. Beim Spritzgussprozess wird der flüssige Kunststoff in eine Form gegossen. Nach dem Erkalten hat der Werkstoff die gewünschte Form angenommen. Schmelzefilter werden bei diesem Verfahren verwendet, um die Schmelze zu reinigen, bevor sie in die Form gespritzt wird. Dies garantiert, dass die produzierten Teile eine hohe Qualität haben und die Gefahr von Defekten wird reduziert.

Bei der Extrusion wird die Kunststoffschmelze durch eine Formdüse gepresst. Schmelzefilter werden zwischen der Düse, aus der die Schmelze austritt, und dem Extruder angebracht. Auf diesem Weg wird eine Verunreinigung der Formdüse verhindert und die Bauteile wie Folien, Rohre oder Profile haben eine durchgehend homogene Struktur.

Ähnliche Beiträge

Selbstklebende Elastikpuffer: Die vielseitigen Helfer für Industrie und Gewerbe

Industrie: Entsorgung und Verwertung von Altholz

Was ist ein PACS und wie hilft es in der Industrie?

Heinrich Gellertshausen
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner