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Economy & Business

Agilität: Nutzen und Chancen für das Unternehmen

Das Prinzip der Agilität oder einer agilen Unternehmensstruktur ist nicht neu und dennoch ist der Begriff von einer eher diffusen Bedeutung umwoben. Agilität steht zunächst für Beweglichkeit. Auf eine Organisation übertragen bedeutet dies, die Fähigkeiten zu besitzen flexibel, aktiv, anpassungsfähig und mit Initiative in Zeiten des Wandels und der Unsicherheit reagieren zu können.

Bei der Betrachtung der Eigenschaften zeigen sich grundsätzlich erforderliche Vorgaben. Die Zeit des Wandels und der Unsicherheit zeigen den Grund, warum agiles Handeln in einem Unternehmen aktuell gefordert ist. Agile Methoden finden in unterschiedlichen Bereichen eines Unternehmens Anwendung. Die Umsetzung von Agilität erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den zur Verfügung stehenden Methode und eine fundierte Aus- oder Weiterbildung.

Entstehung von agilen Methoden

In den 1950-er Jahren prägte der amerikanische Soziologe Parsons den Begriff der Systemtheorie, der sich mit der Interaktion in gesellschaftlichen Strukturen befasste. Der Theoretiker sieht die Gesellschaft als System mit einem Gefüge, das aus Verhaltensweisen und Abhängigkeiten bestimmt wird. Damit dieses Gefüge stabil bleibt, müssen unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt sein. Die Gesellschaft muss einen strukturellen Zusammenhalt bilden können und in der Lage sein, diesen auch bei äußeren Einflüssen zu erhalten.

Aus der Gemeinschaft heraus muss eine erreichbare Zielsetzung formuliert werden und Strategien entwickelt werden, diese umzusetzen. Die gesellschaftliche Theorie wurde weiterentwickelt und die Grundlagen für das gesellschaftliche Miteinander wurden auf Unternehmensprozesse ausgerichtet. Innerhalb der wirtschaftlichen Anwendung gibt es seitdem immer wieder Anpassungen an eine agile Personalführung oder eine Produktentwicklung.

Industrie 4.0 und ihre Anforderungen

Die Digitalisierung hat die Arbeitswelt nachhaltig verändert. Parallel zu den Prozessen der Automatisierung sind die Anforderung an das Management gestiegen. Konventionelle Arbeitsmethoden und Lösungsansätze sind für die Komplexität der Prozesse nicht mehr geeignet und führen nicht mehr zum Erfolg. Das wirtschaftliche System wird in seiner Struktur gefordert, auf Einflüsse von außen zu reagieren. Das große Ziel lautet Erfolg und das Erreichen des Ziels erfolgt über viele einzelne Stufen. Die Organisation formuliert die einzelnen Stufen und geht den Weg zum Erfolg in segmentierten Abschnitten.

Ein Prinzip, das nach der Systemtheorie in Organisationen vorhanden ist und auf betriebsinterne Anforderungen umgewandelt wird. Das Prinzip der Agilität kann auf einzelne Teams und auf die Gesamtheit der Organisation angewendet werden. Während agiles Teammanagement in viele Unternehmen integriert wurde, ist die Ausweitung auf eine Konzernführung neu und eine große Veränderung in der Arbeitswelt. Für Beschäftigte bedeutet dies, dass die Notwendigkeit, sich mit Agilität auseinanderzusetzen, gestiegen ist und gleichzeitig die Chancen für eine verantwortungsvolle Position gewachsen sind.

Was bedeutet Agilität im Arbeitsalltag?

Agile Unternehmensführung steht für Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Zwei wichtige Faktoren, die die Wirtschaft zukunftsfähig machen. Erfolgreich werden Unternehmen, wenn sie nicht nur auf äußere Einflüsse regieren, sondern auch aktiv Impulse nach außen geben und einen kontinuierlichen Prozess der Weiterentwicklung initiieren.

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