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Karriere & Bildung

Berufsbild Elektriker: Aufstiegsmöglichkeiten und Gehalt

Der Handwerksberuf Elektriker ist für Männer und Frauen ein Beruf mit Zukunftsperspektive. Neben guten Aussichten auf einen Arbeitsplatz nach der 3,5 Jahre dauernden Ausbildung bietet der Beruf den klassischen Aufstiegsweg bis zum Meister. Mit dem Bereich der erneuerbaren Energien öffnet sich ein weiteres, sehr spannendes Beschäftigungsfeld für Elektriker.

Das Gehalt von Elektrikern ist abhängig von der Fachrichtung und dem Beschäftigungsfeld. Mit einer Weiterbildung als Meister oder Techniker können Elektriker mit einem Jahresgehalt um die 50.000 € rechnen. Wie jedes Gehalt unterliegt auch das der Elektriker regionalen Unterschieden und ist abhängig vom persönlichen Verhandlungsgeschick. Vor einer Gehaltsverhandlung sollten daher branchenübliche Vergleichswerte eingeholt werden.

Vergütung in der Ausbildung

Die Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Elektriker sind mindestens die erreichte Berufsreife an einer Hauptschule oder die Mittlere Reife, die an einer Realschule erworben wurde. Mitbringen sollten Auszubildende, technisches Verständnis und die Fähigkeit, sorgfältig zu arbeiten. Eine gute Hand-Augen-Koordination sowie Verantwortungsbewusstsein sind von Vorteil. Im ersten Jahr der Ausbildung liegt die Vergütung bei gut 800 € und steigert sich bis zum 4. Lehrjahr auf ca. 1100 €. Die Ausbildungsvergütung kann je nach Betrieb unterschiedlich ausfallen. Das Einstiegsgehalt liegt für Elektriker zwischen 2.400 und 3.200 € monatlich.

Wahl der Fachrichtung

Die Hauptaufgaben des Berufsfelds liegen im Installieren, Einrichten und Warten von Geräten, Anlagen und Systemen. Zur Wahl stehen die beiden Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik sowie die Automatisierungs- und Systemtechnik. Die Basis der beiden Fachrichtungen ist identisch. Die Planung, Montage und Installation von elektrischen Systemen sind ebenso wichtig wie die Fehleranalyse und Wartung von bestehenden Anlagen. Immer wichtiger werden Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie die fortschreitende Digitalisierung.

Die Fachrichtung der Energie- und Gebäudetechnik erfordert die Konzeption und Umsetzung von Energiesystemen in einem Haus oder Gebäude. Beim Neubau, einer Sanierung oder Modernisierung sind Elektriker in der Gesamtelektrik, in der Telekommunikation, der Wärmeversorgung oder Inbetriebnahme gefragt. Die Automatisierungs- und Systemtechnik hat ihren Aufgabenbereich zum Beispiel in der IT oder bei Automatisierungen in Maschinenabläufen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Der Beruf Elektriker bietet gute Weiterbildungsmöglichkeiten und damit einhergehende Gehaltssteigerungen. Voraussetzungen sind Lernbereitschaft und die Motivation, sich in neue technische Bereiche einzuarbeiten. Je mehr Elektriker können, desto besser ist ihre Verhandlungsposition beim Gehalt. Arbeitgebende sind bereit, für gut ausgebildete Fachkräfte gutes Gehalt zu bezahlen und damit hat jeder seine Verdienstmöglichkeiten selbst in der Hand. Der Arbeitsmarkt für Elektriker zeigt eine positive Entwicklung und das kann sich nachhaltig auf das Gehaltsniveau der Branche auswirken.

Interessant kann zum Beispiel auch eine zusätzliche Spezialisierung im Bereich der Veranstaltungstechnik sein, die noch einmal einen ganz anderen Arbeitsbereich öffnet. Elektriker, die die schrittweise Fortbildung bis zum Meister nicht scheuen, können mit einem Stundenlohn von 50 € rechnen und öffnen sich damit gleichzeitig die Tür zur möglichen Selbstständigkeit. Die Handwerksbranche hält für engagierte Fachkräfte viele abwechslungsreiche und unterschiedliche Möglichkeiten bereit.

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