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Economy & Business

Gastronomie: So könnten Umsatzeinbußen kompensiert werden

Die Gastronomie war in den letzten Jahren nicht auf Rosen gebettet. Eine Krise jagte die nächste. Die Regierung unterstützte die Restaurantbesitzer mit einer Mehrwertsteuer-Ermäßigung. Diese läuft zum Jahresende aus. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband befürchtet weitere Betriebsschließungen. Gibt es Lösungen für die Branche.

Die Regierung muss sparen

Das Bundesverfassungsgericht hat die Bundesregierung gerade zum Sparen verdonnert. Zur Abmilderung der Krisen dieses Jahrzehnts hatte Berlin in den vergangenen Jahren viele Schulden aufgenommen, um die Auswirkungen auf die Wirtschaft zu minimieren. Die vorhandenen Mittel wurden nicht vollständig verbraucht und wurden von der Ampel für andere Aufgaben im Haushalt umgewidmet. Dies hat das Bundesverfassungsgericht im jüngsten Urteil für nichtig erklärt.

60 Milliarden Euro muss das Finanzministerium einsparen. Neben sozialen Wohltaten wird der Rotstift auch in der Gastronomie angesetzt. Bis zuletzt hatte die Branche gehofft, dass die ermäßigte Umsatzsteuer auf Speisen über den 31. Dezember 2023 hinaus verlängert wird. Es sah so aus, dass es dafür tatsächlich eine Mehrheit in der Ampel geben könnte. Das neue Finanzloch hat diese Hoffnungen begraben. Die Regierung scheint nicht an teuren, zum Teil ideologisch geprägten Projekten festzuhalten. Bezahlen müssen diese Zeche kleine und mittlere Unternehmen sowie die Arbeitnehmer.

Neue Einnahmen sind gefragt

Knapp 150.000 Gastronomiebetriebe gab es 2021 laut Statista und die Zahl dürfte seither eher gesunken sein. Zuletzt sorgte die Inflation dafür, dass Menschen seltener ein Restaurant aufsuchen. Um die verbliebenen Kunden nicht zu vergraulen, trauen sich viele Inhaber nicht, die gestiegenen Lebensmittelpreise komplett auf die Kunden umzulegen. Nun kommt die höhere Umsatzsteuer als zusätzlicher Killer des Geschäfts hinzu. Für Gastronomen geht darum, neue Umsätze zu generieren.

Eine gute Erfahrung haben Unternehmen in den vergangenen Jahren mit Lieferdiensten oder dem Verkauf außer Haus gemacht. Damit erreichen Restaurants Menschen, die keine Zeit haben, sich in ein Lokal zu setzen. Oft sind das Manager, die gut verdienen, aber stark im Unternehmen eingespannt sind. Sie gönnen sich aber gern ein gutes Essen.

Für Restaurants bedeutet dies, ihren Betrieb entsprechend umzustellen und ihre Gerichte auch außer Haus anzubieten. Ein entscheidender Punkt sind die To Go Verpackungen, die einen sicheren Transport für die Kunden oder den Lieferdienst erlauben. Schaumboxen gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Neben der einfachen Snackbox gehören Menüschalen dazu. In ihnen können die einzelnen Komponenten getrennt eingefüllt werden. Verpackungen für Getränke bieten weitere Möglichkeiten für weiter Umsätze. Die Nachfrage nach Kaffee to go ist in Deutschland enorm.

Online-Lieferdienste werden immer beliebter

Mit der passenden Internetseite oder einer Partnerschaft mit einem Lieferdienst kann der Umsatz weiter erhöht werden. Möglicherweise erreichen hier Restaurant-Inhaber Kunden, die nie einen Fuß in ihr Lokal gelenkt hätten. Lieferdienste boomen, wie von Statista zur Verfügung gestellte Statistiken zeigen. Dabei sollten Unternehmen jedoch nicht blauäugig einen Vertrag mit dem erstbesten Anbieter abschließen. Es gilt, die Angebote zu vergleichen, wozu auch eine Testphase gehört. Dabei sollten Gastronomen kritisch sein. Eine Unzufriedenheit des Kunden hätte Auswirkungen auf die eigene Marke.

Fazit

Das Jahr 2024 wird für die Gastronomen erneut herausfordernd. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer droht, die Einnahmen weiter zu schmälern. Um diese Entwicklung aufzuhalten, sind neuen Ideen erforderlich. Der Außer-Haus-Verkauf von Speisen und Getränken könnte hier ein Teil der Lösung sein.

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