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Economy & Business

Impulsgeber in der Makroökonomie: Wirtschaftliche Anreize im Hintergrund

Die Makroökonomie bildet zusammen mit der Mikroökonomie die Volkswirtschaftslehre. Während sich die Mikroökonomie mit einzelnen und sehr speziellen Aspekten befasst, geht es in der Makroökonomie um ein ganzheitliches Bild der Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt, die Arbeitslosenquote, Inflation und Außenhandel sind einige makroökonomische Begriffe.

Die gesamtwirtschaftlichen Vorgänge stehen in Abhängigkeit zueinander. Makroökonomische Faktoren können durch äußeren Einfluss in eine bestimmte Richtung gesteuert werden. Impulsgeber ist fast immer der Staat. Über Steuern, Fördermittel und Konsumanreize kann die Politik auf die wirtschaftlichen Vorgänge einwirken. Es lassen sich jedoch auch weitere Impulse entdecken, deren Einfluss nicht mit einer Absicht verbunden ist.

Staatliche Impulse

Der Politik stehen unterschiedlich Instrumente zur Verfügung, um entweder ein eigenes Ziel zu erreichen oder um eine Notsituation in der Bevölkerung abzuschwächen. Ein aktuelles politisches Ziel betrifft die Schadensbegrenzung beim Klimawandel. Eine der Maßnahmen, um dies zu erreichen, liegt in der Reduzierung der Treibhausgase. Jeder einzelne Bürger soll dazu angeregt werden, sich an der Maßnahme zu beteiligen. Die eingesetzten Instrumente sind eine Kaufprämie für elektrische Fahrzeuge und die Planung des Verbots von Kraftstoffmotoren.

Der finanzielle Anreiz hat einen Impuls für den Konsum gegeben, die Nachfrage hat eine Welle der Innovationen ausgelöst, Arbeitsplätze geschaffen und somit den Konsum in vielfacher Hinsicht beeinflusst. Ein unerwarteter Gegenimpuls hat den Ansatz durch eine hohe Inflation und Zukunftsängste gedämpft. Ein anderer Ansatz sind Prämienzahlungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen oder Steuererleichterungen, die die Kauflaune anregen sollen. Prämien sind nicht zweckgebunden, bleiben aber dem makroökonomischen System sowohl über den Konsum, der privaten Altersvorsorge und dem Sparen erhalten.

Natürliche Impulse

Im Grunde sind die wirtschaftlichen Vorgänge langfristig absehbar. Ohne äußeren Einfluss bestimmen Angebot und Nachfrage die Märkte und regeln die Preise. Es ist ein träger Kreislauf aus Komponenten, der bestenfalls nur leicht aus seiner Bahn heraustritt. Impulse geben einen Anschub, und sie können sowohl unerwartet als auch natürlich sein. Der Klimawandel hat zum Beispiel zum Abschmelzen großer Eisflächen gesorgt und Land frei gelegt. Dieses Land könnte reich an Bodenschätzen sein und den Besitzer des Bodens zum großen Mitspieler auf dem internationalen Markt machen.

Bodenschätze sind starke Impulsgeber. Sie sind ein zusätzliches Wirtschaftsgut, dessen Förderung Arbeitsplätze schafft und den Außenhandel des Eigentümerlandes belebt. Innovationen können auf unterschiedliche makroökonomische Aspekte einwirken. Forschung und Fortschritt können sich positiv und negativ auf die industriellen Abläufe auswirken. Sichtbare Folgen der Automatisierung ist die Reduzierung von Arbeitsplätzen. Gleichzeitig senken effektive Prozesse die Kosten und erhöhen die Leistungsfähigkeit.

In einem vergleichbaren Zeitraum werden mehr Produkte produziert, das Angebot wächst, der Preis wird geringer und verleitet zum Kauf. Die Entwicklung von Biokraftstoffen gilt als großer Impulsgeber für die Wirtschaft. Sie gehören zu den erneuerbaren Energien, sichern Landwirten ein Einkommen, schaffen Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen und liefern gleichzeitig wertvolles Eiweiß als Futtermittel.

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