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Human Resources

Attraktiver Arbeitsplatz: Das wollen Bewerber sehen

Die alternde Bevölkerung stellt immer mehr Nationen vor neue Herausforderungen. In Deutschland ist es noch nicht so dramatisch wie etwa in Japan, wo ein Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre alt ist. Dennoch wird man den Effekt der alternden Bevölkerung auch hierzulande bald bemerken. Dieser Trend macht auch vor den Arbeitsplätzen nicht halt.

Gab es früher noch genügend Bewerber für jede Position, gibt es mittlerweile mehr Menschen, welche in Pension gehen, als Menschen, welche neu in den Arbeitsmarkt kommen. Deswegen hat sich die Dynamik bei der Jobsuche gewendet. Anstatt, dass die Bewerber die Firma überzeugen müssen, ist es jetzt die Aufgabe der Firmen, die ausgeschriebene Position mit Pluspunkten schmackhaft zu machen.

Flexibles Arbeitsleben

All-In Verträge waren in gewissen Berufen für eine lange Zeit nicht zu umgehen – das ändert sich jedoch. Viele Firmen können diese mittlerweile nicht mehr anbieten, nachdem sich zu wenige Bewerber dafür interessieren. Das heißt nicht, dass die heutige Generation keine Überstunden mehr machen will, sie wollen nur gerecht dafür entlohnt werden. Ein Trend geht auch immer mehr in Richtung einer 30-Stunden-Woche. Dabei können Mitarbeiter selbst entscheiden, ob sie nur an vier Tagen in der Woche arbeiten wollen oder sich die tägliche Arbeitszeit auf sechs Stunden reduziert.

Manche Firmen setzen bereits auf dieses Modell, nachdem sich die Anzahl der Kandidaten deutlich erhöht und die Mitarbeiter glücklicher sind. Aufgrund des größeren Bewerberpools erhält man qualifiziertere Bewerber, welche ein größeres Interesse haben den Job zu erhalten. Studien zeigen auch, dass eine 30-Stunden-Woche die Produktivität in der Firma erhöht. So macht man sich nicht nur für die Interessierten attraktiver, es bringt auch das eigene Unternehmen nach vorn.

Attraktiver Arbeitsplatz

Neben den flexiblen Arbeitszeiten ist auch ein attraktiver Arbeitsplatz essenziell für neue Mitarbeiter. Viele Firmen haben in diesem Bereich gezeigt, was alles möglich ist. Das Ziel sollte sein, dass man ein Büro besitzt, in welchem sich die Mitarbeiter gut auf die Arbeit fokussieren können, aber auch die Möglichkeit haben für einige Minuten abzuschalten und sich frei zu fühlen. Wenn Firmen nur graue Zimmer aufweisen, kann das auf Dauer belastend für die Mitarbeiter werden, was die Produktivität verringert. Um dem gegenzusteuern, können schon kleine Schritte, wie mehrere Pflanzen helfen. Diese machen die Räume positiver und verbessern die Luftqualität.

Ebenfalls sollte ein Büro nicht nach einem Schichtbetrieb ausschauen, sondern verschiedene Räumlichkeiten aufweisen, wo die Mitarbeiter auch hin und her wechseln können. Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Hygiene. Während Seifenspender und Desinfektionsmittel mittlerweile zu einem integralen Bestandteil eines jeden Büros geworden sind, muss auch regelmäßig geputzt werden. Niemand arbeitet gern in einem Büro mit schmutzigen Böden und verdreckten Waschräumen – dann sucht man sich lieber eine Firma, welche saubere Räumlichkeiten anbietet.

Büro der Zukunft

All diese Fragen zeigen natürlich auch, wie das Büro in der Zukunft aussehen sollte. So wird der Beruf ein Lebensmittelpunkt bleiben, es soll jedoch genug Platz nebenbei noch geben. Ebenfalls sollte man sich in der Arbeit wohlfühlen. Das macht eine Firma nicht nur attraktiver, sondern auch produktiver. Es ist interessant, dass man auf diese Erkenntnisse erst kommt, nachdem es zu einem Mangel an Personal gekommen ist. Ansonsten könnten wir bereits heute im Büro von morgen arbeiten.

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