Bausparvertrag verkaufen
PIC SNIPE/shutterstock.com
Finanzen & Börse

Bausparvertrag verkaufen: Worauf sollte man achten?

Längst ist der Bausparvertrag, im Gleichschritt mit dem Sparbuch und Festgeldkonto, als sinnvolle Anlagemethode überholt worden. In Zeiten der Niedrigzinspolitik seitens der EZB, ist ein solcher Vertrag kaum noch lohnenswert und die geringfügigen Zinsen werden von der jährlichen Inflation mehr als nur aufgefressen.

Auch Menschen, die bereits einen Bausparvertrag besitzen und noch warten müssten, bis jener dann endlich zuteilungsreif wird, tendieren immer häufiger dazu, die Laufzeit im Vorfeld zu beenden und mit dem angesparten Kapital in andere Geldanlagen zu investieren, die größere Renditen versprechen oder aber es als verfügbares Kapital auf dem Girokonto zu belassen. Auch bei größeren Anschaffungen, die notwendig geworden sind, besteht die Möglichkeit, durch den Verkauf eines Bausparvertrags, kurzfristig Liquidität zu gewinnen.

Bausparvertrag verkaufen: 18 Tage statt mehrere Monate

Gerade in Zeiten von Corona und in anderen Krisensituationen, welche entweder gesellschaftlicher oder persönlicher Natur sind, haben immer mehr Menschen das Bedürfnis oder gar die Notwendigkeit, möglichst schnell an verfügbares Kapital zu kommen und jenes auf dem Girokonto zur freien Verfügung nutzbar zu haben. Wer seinen Bausparvertrag regulär kündigen möchte, muss auf Verzögerungstaktiken der Bausparkassen sowie auf die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist eingestellt sein, die in der Regel mehrere Monate in Anspruch nimmt. Eine Kündigung des Bausparvertrags ist also in vielen Fällen, in denen möglichst zügig Kapital verfügbar gemacht werden soll, keine günstige Option.

Einige Anbieter, die Bausparverträge aufkaufen, versprechen ihren Kundinnen und Kunden, innerhalb von 18 Tagen das Kapital auszuzahlen, welches nach Abzug der fälligen Gebühren zur Verfügung steht. Somit ist der Verkauf bei einem seriösen Anbieter dieses Geschäfts ein Modell, das vor allen Dingen einen immensen Zeitvorteil mit sich bringt und innerhalb von kurzer Zeit zu mehr Liquidität auf dem Girokonto führt. Wenn schnell Geld benötigt wird, so haben die allermeisten Nutzerinnen und Nutzer von Bausparverträgen alles andere zur Verfügung als die Muße und Zeit, die notwendig ist, wenn der offizielle Weg eingehalten werden soll und der Bausparvertrag schlicht und einfach regulär gekündigt wird.

18 Tage sind hier eine wirklich beeindruckende Marke, die von einigen Anbietern angeboten wird. Wenn die Unternehmen es tatsächlich schaffen, dauerhaft in diesem Zeitraster zu bleiben und derart schnelle Auszahlungen zu tätigen, so haben sie hier einen Wettbewerbsvorteil geschaffen, der nicht zu unterschätzen ist.

Einfache Abwicklung garantiert

Die meisten Unternehmen, die sich auf den Ankauf von Bausparverträgen und andere Finanzprodukte spezialisiert haben, geben den Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, mittels einer sehr einfachen Vorgehensweise den Verkauf perfekt zu machen. Da die Unternehmen meist nur einen Sitz haben und dieser nicht von allen Punkten der Republik besonders schnell erreichbar ist, ist auch die Möglichkeit besonders lobenswert, den kompletten Kauf abzuwickeln, ohne dabei in jene Zentrale zu müssen. Die Unterlagen können nach erfolgreicher Stellung einer Anfrage problemlos heruntergeladen und vom heimischen PC ausgefüllt werden.

Im Anschluss daran werden eben jene Unterlagen per Post oder aber per eingescanntem Anhang in einer Mail an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versandt. Der Aufwand, der hier fällig wird, um den Bausparvertrag zu verkaufen, ist im Vergleich zum Ertrag sehr gering und definitiv zumutbar, insbesondere wenn man die zeitlichen Vorteile des Verkaufs entgegenhält.

Bausparvertrag verkaufen: Die Kosten des frühzeitigen Verkaufs

Selbstredend sind die ankaufenden Unternehmen auch darauf angewiesen, eine Gebühr zu erheben, welche dann die Differenz zwischen ausgezahltem Betrag und angenommenem Produkt ausmacht. Diese ist vom Verkäufer zu zahlen und wird bei der Überweisung durch das ankaufenden Unternehmen vom Preis abgezogen. In der Regel liegt der Kostenpunkt bei etwa 5,5% des Wertes zur Zeit des Verkaufs. Sollte der Wert unter einer bestimmten Grenze liegen, so wird ein Festbetrag fällig, der in der Regel im recht niedrigen dreistelligen Bereich liegt.

bausparvertrag
Freedomz/shutterstock.com

Hier sollten sich die Verkäuferinnen und Verkäufer jedoch auch stets hinterfragen, ob ein Verkauf zu diesen Konditionen noch sinnvoll ist oder ob es besser ist, zu warten, bis der zu verkaufende Betrag größer ist und man die Gelegenheit, den festen Prozentsatz zu zahlen, der dann prozentual einen geringeren Faktor ausmacht. Wenn man sich jedoch vor Augen führt, dass die Anbieter von Bausparverträgen ebenfalls eine Gebühr fordern, die fällig wird, wenn man vor dem Ende der regulären Laufzeit kündigt, so kann sich der Verkauf auch kostentechnisch nicht selten mehr lohnen als es die vorzeitige Kündigung tun würde. In Verbindung mit der langen Wartezeit, die bei einer Kündigung auf die Sparerinnen und Sparer zukommt, heißt dies, dass der Verkauf insgesamt eine attraktive Alternative darstellt.

Die Zinsvorteile bei alternativen Finanzprodukten nutzen

Entgegen der weitläufigen Annahme, dass es heute grundsätzlich nicht mehr möglich ist, mit Finanzprodukten angemessene Zinsen zu erwirtschaften, ist es so, dass man als Anlegerin oder Anleger in verschiedenen Bereichen wie Immobilien oder auf dem Aktienmarkt durchaus noch über die Chance verfügt, Zinsen einzustreichen und mit einer Geldanlage langfristig zu profitieren. Wenn sich Sparerinnen und Sparer, die bisher in einem Bausparvertrag gespart haben, nun für andere Geldanlageformen entscheiden und die Differenz zwischen dem Verlust, der aufgrund der Gebühren angefallen ist und den mehr verdienten Zinsen in anderen Anlageklassen verdient wurde, berücksichtigen.

So wird schnell klar, dass sich in vielen Fällen die Frage, ob der Verkauf nun sinnvoll war, schnell mit einem klaren ,,Ja“ beantworten lässt.

Unser Fazit zum Verkauf von Bausparverträgen

Das A und O beim Verkauf von Bausparverträgen ist es, ein seriöses Unternehmen zu finden, welches nicht nur viel verspricht, sondern am Ende auch tatsächlich die Versprechen einhält, welche vor dem Geschäftsverhältnis gegeben werden. Um dies sicherstellen zu können bzw. um zumindest die Wahrscheinlichkeit dafür zu erhöhen, empfehlen wir eine Kontaktaufnahme per Mail und Telefon sowie das Studieren der vorhandenen Kundenrezensionen in den einschlägigen Foren im Internet, die sich mit der Thematik auseinandersetzen. Geraten Kundinnen und Kunden an durchweg seriöse Unternehmen, so ist es definitiv möglich, langfristig vom Verkauf zu profitieren und gleichzeitig eine kurzfristige Finanzspritze einzuheimsen.

Ähnliche Beiträge

Bitcoin Robots: Wie sie funktionieren und warum sie sinnvoll sind

Deflationsprobleme beim Bitcoin: Was gilt es zu beachten?

HSI oder HSCEI: Der Hongkong Aktienindex kurz erklärt

Heinrich Gellertshausen