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Finanzen & Börse

Berichtssaison Q3’22: Was zu erwarten ist

Nachdem die Gewinnsaison des 3. Quartals im Oktober begonnen hat, beginnt an der Börse das bange Abwarten. Die makroökonomischen Hintergründe entwickeln sich derzeit nicht zum Besten weiter. Nach wie vor ist die Inflation ein echtes Problem und liegt deutlich über dem angepeilten Ziel der FED. Die Zentralbank dämpft ihrerseits die Wirtschaftstätigkeit durch ihre hohen Zinssatzes. Ein äußerst aggressiver Ansatz, der in vielen Lebensbereichen Wirkung zeigt.

Investoren in Panik – wie verhalten sich die Aktienmärkte künftig?

Seriöse Portale wie easymarkets.com vereinfachen das Thema Trading auch für den Mainstream. Doch nachdem Kapitalanlagen gerade zugenommen hatten, kam es zur weltweiten Krise, ausgelöst durch den Ukraine-Krieg. Derzeit ist es kaum möglich, valide Prognosen für die kommenden Monate abzugeben, die äußeren Umstände sind volatil. Der Aktienmarkt zeigt immer wieder, wie stark er auf die Umwelt reagiert.

Im Jahr 2021 hatten rund 12,1 Millionen Menschen Geld in ETFs, Fonds und Wertpapiere investiert. Die Bereitschaft hierzu war mit steigenden Onlineoptionen gestiegen. Allerdings hat der Absturz seit Beginn des Jahres 2022 die alten Ängste wieder hervorgeholt. Halten? Kaufen? Verkaufen? Die Unsicherheit ist so spürbar wie nie und der Blick geht bange in Richtung Berichtssaison.

Vorsichtige Aussagen erwartet

Die aktuelle Berichtssaison wird mit zögernden und vorsichtigen Aussagen enden, da sind sich Experten einig. Die Rezessionsrisiken sind rapide gestiegen, der Preisdruck tut sein übriges. Auch der US-Dollar könnte Auswirkungen auf Europa und andere Bereiche der Welt haben. Er ist hoch, was wiederum parallel den Goldkurs zum Schmelzen bringt. Und nicht zuletzt tobt noch immer der schwer einschätzbare Krieg in der Ukraine. Sanktionen, immer wieder neue Bewertungen – kaum ein Unternehmen ist angesichts dieser Umstände in der Lage, belastbare Prognosen abzugeben.

Nachdem das Ertragsjahr 2021 erstaunlich gut ausfiel, kam es schon in der ersten Jahreshälfte 2022 zu einer Reduktion des Wachstums. Im dritten Quartal gehen Experten davon aus, dass sich das Gewinnwachstum mit einem Minus von bis zu 1,3 % gegenüber dem Vorjahr zeigen wird. Das ist kein Grund zur Panik, aber auch kein Grund zur Freude!

Gewinne ja, doch deutlich niedriger als erwartet

Es ist kaum mehr möglich eine zuverlässige Prognose abzugeben und so gibt es nur wenige Nachläufer aus der aktuellen Berichtssaison. Die Inflation ist erstmals über 10 % gestiegen, die Kaufkraft der Bevölkerung rapide gesunden. Auch wenn im Oktober ein leichter Anstieg der Umsätze im Einzelhandel zu beobachten war, ist das noch kein Grund zur Freude. Es wird sich zeigen, welche Erwartungen das Weihnachtsgeschäft erfüllen kann. Der erste Blick geht jedoch auf die Blackweek im November, die für viele Einzelhändler wichtiger ist als das Weihnachtsgeschäft selbst.

Volkswirte gehen derzeit davon aus, dass die Produktion zwar nicht ins Minus rutschen wird, aber stagniert. Die Frühindikatoren sehen das jedenfalls für Deutschland voraus. Auch die Industrieproduktion der USA hat derzeit zu kämpfen, sie ist im Oktober gerade einmal um 0,1 % angestiegen. Etwas mehr Ruhe gibt es jedenfalls auf dem Aktienmarkt, Anleihen, Rohstoffe und Gold werden sich prognostisch etwas beruhigen. Der Dollar steht immer noch im Fokus, doch auch auf dem Euro liegen viele Blicke. Experten gehen davon aus, dass erst im Januar zuverlässige Prognosen möglich sind.

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