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Gesellschaft

Computerwürmer, Trojaner und Co.: Was tun nach einem Computervirus?

Die meisten Computernutzer haben keine Sorge vor einem Virusangriff auf dem eigenen System. Doch auch, wenn man ein Virenschutzprogramm auf dem Computer installiert hat, sind sensible und wichtige Dateien längst nicht sicher. Die Methoden von Cyberkriminellen haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt, so dass kaum ein Computersystem vor ganz unterschiedlichen Cyberbedrohungen verschont bleibt. Wie man sich nach einem Systembefall durch einen Computervirus, Trojaner oder Ransomware richtig verhält, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Wenn ein Virusprogramm auf dem Computer keinen Alarm schlägt, heißt dies nicht automatisch, dass der Computer vollkommen frei von Viren und Trojaner ist. Denn Schadsoftware und andere Computerangriffe lassen sich häufig erst viele Tage oder gar Wochen nach dem Angriff feststellen. Einige Cyberbedrohungen bleiben so unter Umständen völlig unbemerkt. Die Infektion eines Systems kann im schlimmsten Fall zu einem Festplattenausfall führen, so dass wichtigen Daten für immer verloren scheinen. Doch auch in diesem Fall gibt es einige Lösungen für Computernutzer.

Wenn ein Computer im Privatbereich oder am Arbeitsplatz von einem Virus bedroht wird, ist es wichtig die richtigen Schritte einzuleiten. Je nach Art der Cyberbedrohung und Auswirkungen auf den Computer eignen sich ganz verschiedene Maßnahmen. Im Folgenden gibt es eine Anleitung zum Entfernen von bedrohlicher Software und der Rettung von wichtigen Daten auf der Festplatte.

Datenwiederherstellung nach einem Cyberangriff

Gelingt es plötzlich nicht mehr das System hochzufahren oder einzelne Dateien auf dem System abzurufen, liegt ein Problem mit dem Dateisystem oder ein Festplattendefekt nahe. So können Viren, Trojaner-Angriffe und Computerwürmer ein System nicht nur infizieren, sondern auch vollständig lahmlegen. Fast jeder Cyberangriff ist mit dem Verlust von einigen Daten verbunden. So verwundert es nicht, dass die IT-Sicherheit in Unternehmen enorm aufgerüstet wurde. Denn der Verlust von wichtigen und sensiblen Geschäftsdaten kann ein Millionenschaden verursachen.

Kommt es zu einem Cyberattacke in Verbindung mit einem Festplattenausfall, können wertvolle Daten dennoch gerettet werden. Eine professionelle Datenrettung durch fachkundige Spezialisten kann auch vollkommen beschädigte Festplatten wiederherstellen. Je nach Virusart und verursachten Systemausfall lassen sich so wichtige Daten wiederherstellen.

So entsteht ein Festplattendefekt durch Viren

Festplattendefekte durch Viren entstehen häufig als indirekte Folge von Cyberangriffen, insbesondere durch Malware wie Ransomware. Diese Schadsoftware verschlüsselt Dateien und Daten auf der Festplatte, was zu einer erheblichen Überlastung der Ressourcen führt. Bei länger genutzten Festplatten kann dieser intensive Prozess zu einem vorzeitigen Verschleiß führen, da die Laufwerke ununterbrochen arbeiten müssen, um die verschlüsselten Daten zu verarbeiten.

Zusätzlich können Viren und Malware Prozesse im Hintergrund starten, die unbemerkt bleiben und kontinuierlich die Festplatte beanspruchen, was die Situation weiter verschärft. Ein weiterer kritischer Faktor ist die Überhitzung, die durch die erhöhte Arbeitslast entsteht, insbesondere wenn gleichzeitig die Kühlung unzureichend ist. Eine schlechte Belüftung oder ein defekter Lüfter können dazu führen, dass die Festplatte nicht ausreichend gekühlt wird, was ihre Lebensdauer erheblich verkürzt und letztendlich zum Ausfall führt.

Nach dem Virusbefall ist schnelles Handeln gefragt

Lahmt das Computersystem oder hat sich sogar eine Ransomware auf den Computer eingeschlichen, sollte man sofort handeln. Als ersten Schritt sollte der Computer umgehend vom Netzwerkverkehr getrennt werden, um eine Ausbreitung des Virus auf andere Systeme im gleichen Netzwerk zu verhindern. Gerade für die Sicherheit am Arbeitsplatz ist es wichtig dieses infiltrierte System zu isolieren. Danach sollte eine umfassende Systemprüfung durch eine Antiviren-Software stattfinden. Erkannte Viren und Trojaner können dabei sofort in Quarantäne geschickt oder umgehend gelöscht werden.

Lässt sich nach der Systemprüfung der Computer weiterhin nicht wie gewohnt starten, hilft häufig nur ein vollständiges Rebooten des Systems. Dazu muss das ganze Betriebssystem formatiert und neu installiert werden. In vielen Fällen können Computernutzer nur auf diese Art sicherstellen, dass ein Virus oder eine Schadsoftware gänzlich entfernt wurde. Wurden Daten verschlüsselt, hilft oft nur das Formatieren und Neuinstallieren. Sofern durch Ransomware verschlüsselte Dateien wiederhergestellt werden müssen, ist das idealerweise durch spezialisierte Firmen möglich oder durch ein zuvor veröffentlichtes Tool zur Entschlüsselung.

Präventive Maßnahmen treffen und Computersysteme schützen

Es gibt eine Vielzahl von vorbeugenden Maßnahmen, die vor einem Cyberangriff und einem totalen Datenverlust schützen können. Eine seriöse Antiviren-Software ist genauso wichtig wie die regelmäßige Installation von Updates. Zudem sollte man bei unbekannten Webseiten oder E-Mail-Anhängen eher vorsichtig agieren. So liegt es häufig am eigenen Nutzerverhalten, wie gut ein Computersystem tatsächlich vor digitalen Bedrohungen geschützt werden kann.

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