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Industrie: Entsorgung und Verwertung von Altholz

Holz ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff. Bei einer ausreichend hohen Anzahl von Wäldern und einer maßvollen Nutzung, würde der Holzvorrat unserer Erde endlos sein.

Dennoch sind die Sammlung und die Wiederverwertung von Altholz von großer Bedeutung für unsere Umwelt. Recycling reduziert den Bedarf an frischem Holz. Bäume sind wertvolle CO₂-Speicher und gehen bei der Abholzung als Speicher verloren. Das Recycling von Holz ist effizient. In Betrieben, in denen viel Holz entsorgt wird, lohnt sich das Sammeln in einem Holz Container. Es ist jedoch wichtig, dass Altholz richtig sortiert wird.

Wie wird Holz recycelt?

Altholz ist eine wertvolle Ressource, die auf zwei Arten recycelt werden kann. Bei der stofflichen Verwertung wird Altholz zunächst zerkleinert. Späne oder Häcksel können leichter von Fremdkörpern befreit werden. Nägel oder Schrauben werden mit einem Magneten entfernt und die Holzschnitzel werden zu Spanplatten oder Pressholz verarbeitet. Dieses Recyclingprodukt kann zum Beispiel für den Möbelbau verwendet werden. Für die stoffliche Verwertung ist nur unbehandeltes oder leicht behandeltes Holz geeignet. Behandelte Holz mit einem Farbauftrag oder einem Witterungsschutz werden thermisch verwertet.

Behandeltes Material wird verbrannt. Moderne Müllentsorger geben die Wärme als Fernwärme ab. Kontaminiertes Holz, wie es zum Beispiel bei Eisenbahnschienen und älteren Gartenzäunen vorkommt, kann nicht wiederverwertet werden. Es landet in der Deponie. Für ein effektives Recycling müssen alle Holzsorten sorgfältig und sortenrein voneinander getrennt werden. Auf diesem Weg kann die wertvolle Ressource Holz vollständig genutzt werden.

Unbehandeltes Altholz

Die Wiederverwertung von unbehandeltem Altholz ist die beste Form des Recyclings. Bei der stofflichen Verwertung werden zwei Werkzeuge angesetzt. Mühlen häckseln das Holz und Magnete entfernen Metalle. Das im Holz gebundene CO₂ wird nicht freigesetzt. Die stoffliche Verwertung ist daher besonders umweltfreundlich und die Endprodukte können direkt weiterverwendet werden. In der Industrie werden viele Verpackungslösungen aus Holz gefertigt. Neben Paletten werden Versandkisten aus Holz verwendet, die häufig nicht mit einer Imprägnierung versehen werden. In der Holzindustrie, beim Bau oder im Gartenbau fallen Holzreste an, die entsorgt werden.

Behandeltes Altholz

Lackiertes oder imprägniertes Holz gilt als verunreinigt. Eine stoffliche Verwertung ist nicht möglich. Ein großes Problem besteht darin, dass die Herkunft und Zusammensetzung der Farben und Lasuren unbekannt ist. Besonders bei älterem Holz können gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten sein. Eine Verwendung für neue Möbel ist daher ausgeschlossen. Das separat gesammelte Holz wird vor der thermischen Verwertung ebenfalls zu Holzschnitzeln verarbeitet. Im Anschluss wird das Holz im verbrannt.

Der Vorteil an dieser Methode ist, dass aus dem Müll noch ein Nutzen gezogen wird. Die frei gesetzte Energie fließt als Fernwärme in die Industrie und in private Haushalte. Die Wärmegewinnung reduziert den Bedarf an fossilen Brennstoffen und das ist positiv. Die CO₂-Bilanz ist allerdings nicht optimal. Für die Umwelt sind unbehandeltes und recyceltes Holz die bessere Wahl.

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