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Industrie

Materialanalyse: Stoffe prüfen und ihre Eigenschaften bestimmen

Die Analyse von festen Stoffen oder Gemengen ist ein komplexer Prozess. Entscheidend für die Vorgehensweise ist der Schwerpunkt des Interesses. Soll die genaue Zusammensetzung ermittelt oder die chemischen und physikalischen Eigenschaften bestimmt werden?

Materialanalyse ist im weitesten Sinne eine Qualitätsprüfung. Die Techniken, die zur Bestimmung herangezogen werden, basieren auf physikalischen und chemischen Anwendungen. Für eine vollständige Analyse in einem Analyselabor ist mehr als ein Verfahren notwendig. Welche Untersuchungsmethoden angewendet werden, hängt davon ab, wie präzise die Frage formuliert wurde, die jede Materialprobe begleitet. Materialanalyse ist ein spannendes Feld, das fast jedes Produkt in unserem Umfeld unbemerkt begleitet.

Analysedaten für die Industrie

In vielen Industriezweigen sind die exakten Kenntnisse über Ausgangs- und Werkstoffen von maßgeblicher Bedeutung. Neben den physikalischen Kennzahlen und chemischen Eigenschaften sind auch die Oberflächenstruktur und die Zusammensetzung von Verbindungen und Gemengen von großem Interesse. Physikalische Kennzahlen sind zum Beispiel für tragende Bauteile sicherheitsrelevant. Die chemischen Eigenschaften sind wichtig beim Einsatz in sauren oder basischen Milieus.

Die Oberfläche von Lackierungen ist ein Qualitätsmerkmal in der Automobilindustrie. Partikelgrößen und die genaue Zusammensetzung von Schüttgut und Gemengen sind in vielen Branchen wichtig. Schon diese wenigen Beispiele zeigen den Stellenwert von Materialanalysen in der Industrie.

Problemlösungen

Die Eigenschaften von Materialien sind entscheidend für ihr Reaktionsverhalten in der industriellen Produktion. Oberflächenhaftung ist ein Beispiel für ein wichtiges Thema in diesem Bezug. Das Zusammenbringen von unterschiedlichen Komponenten oder das Aufbringen von Schichten ist von der Oberflächenbeschaffenheit der Materialien anhängig. Gleichermaßen von Bedeutung sind das Auftreten von Belägen oder Anzeichen von Korrosion. Die Gründe für das Verhalten von Werkstoffen lassen sich über die Materialanalyse ermitteln und die Erkenntnisse können in die Optimierung von Produkten fließen.

Unabhängige Labore stehen für Qualität

Der Unterhalt eines modernen Labors und die Beschäftigung von Fachkräften aus unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Richtungen und mit spezifischen Qualifikationen ist kostspielig. Die fortlaufende Modernisierung der Einrichtung und die Weiterbildung der Fachkräfte sind kostenintensive Aufgaben. Während die Ausstattung für chemische Analysen noch realisierbar ist, ist die Anschaffung eines Rasterelektronenmikroskops zur Oberflächenbestimmung kaum umsetzbar.

Analyselabore bieten neben einer vollständigen Ausstattung für alle Anforderungen einen weiteren entscheidenden Vorteil. Analyselabore arbeiten unabhängig vom Auftraggeber. Im normalen Betriebsauflauf ist dies nicht von großer Bedeutung. Im Falle eines Schadens oder einer Regressforderung kann ein unabhängiges Labor ausschlaggebend sein.

Geeignetes Probenmaterial

Die Materialprüfung umfasst alle relevanten Materialien der Werkstoffkunde. Kunststoffe, Metalle und deren Legierungen, amorphe Festkörper wie Glas, Keramiken, lackierte Oberflächen und Beschichtungen oder Verbundsysteme. Die vorliegenden Proben können eine feste Struktur haben, in flüssiger Form vorliegen oder sich in einem pulverisierten Zustand befinden. Neben der Analyse von bekannten Proben können unbekannte Materialien hinsichtlich ihrer Eigenschaften untersucht werden. Entsprechend dem Probenmaterial und der Auftragsstellung werden die geeigneten Verfahren aus den erforderlichen Fachrichtungen ausgewählt.

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