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Finanzen & Börse

P2P-Kredite: Geldverleih ohne Banken

Hin und wieder kann es im Leben vorkommen, dass man bestimmte Anschaffungen nicht direkt mit eigenen finanziellen Mitteln bezahlen kann. In solchen Fällen ist man dann oft darauf angewiesen, sich noch zusätzlich Geld zu leihen, um den fälligen Betrag für die Anschaffung begleichen zu können. Bei solch großen Investitionen handelt es sich oft um Autos, Wohnungen, Häuser, sowie auch um preisintensive Luxusgüter.

In solchen Fällen gehen die meisten Menschen zu einer Bank, um ein Darlehen für den noch fehlenden Betrag zu erbitten. Allerdings gibt es neben diesem klassischen Weg auch noch andere Methoden, um sich Geld zu leihen. Einer davon ist der sogenannte „Peer-to-Peer-Kredit“ (bzw. das „P2P-Lending“).

Definition – was ist ein P2P-Kredit?

Wie bereits erläutert, wenden sich die meisten Menschen erst einmal an ihre Bank, wenn sie für bestimmte Investitionen einen Kredit haben möchten. Allerdings besteht mittlerweile theoretisch für jeden auch die Möglichkeit, sich einen zuvor festgelegten Geldbetrag nicht nur von Banken, sondern auch direkt von den jeweiligen Kreditgebern (auch Privatpersonen) zu leihen. Keine Bank und kein Finanzinstitut hat bei solchen Krediten sein Finger im Spiel.

Anlaufstellen für P2P-Kredite

Als einfache Privatperson weiß man nicht unbedingt sofort, an wen man sich für Kredite dieser Art wenden muss, bzw. was für Anlaufstellen es dafür grundsätzlich gibt. Glücklicherweise haben sich insbesondere in den letzten Jahren diverse Online-Plattformen etabliert, welche die Interessenten von P2P-Krediten mit potenziellen Kreditgebern in Kontakt bringen. Diese Portale werden allgemein als „P2P-Plattformen“ bezeichnet. Wer einen Überblick über infrage kommende Plattformen dieser Art erlangen möchte, der ist gut damit beraten, mal einen ausführlichen Blick auf die Internetpräsenz von P2P-Empire zu werfen.

Vorteile dieser Art von Geldverleih

Um bei Banken einen Kredit zu bekommen, sind zunächst einmal viele Schritte nötig, die absolviert werden müssen. Allen voran muss die Bank natürlich innerhalb zahlreicher bürokratischer Prozesse sicherstellen, dass der Kreditnehmer auch tatsächlich dazu imstande ist, den geliehenen Betrag wieder zurückzuzahlen. Bei P2P-Krediten muss kein Institut im Vorfeld irgendwie von der Bonität des Kreditnehmers überzeugt werden, sodass auf diese Weise auch Leute ein Darlehen bekommen, die bei ihrer Bank keines bekommen haben. Zudem können durch P2P-Lending auch Privatpersonen problemlos in mehrere verschiedene Kredite investieren, und Investoren profitieren von attraktiven Zinsen.

Weitere Informationen zu P2P-Plattformen

Die einzige Zwischenstation, die bei einem P2P-Kredit existieren kann, ist die zuvor erwähnte Art von Internetplattform. Diese Portale kümmern sich nicht um das Akzeptieren oder Ablehnen von Krediten, sondern fungieren ausschließlich als Marktplatz für potenzielle Kreditnehmer und Investoren. P2P-Plattformen schätzen lediglich die Bonität der angemeldeten Nutzer in Klassen ein, damit sich mögliche Kreditgeber zumindest ein ungefähres Bild über die Zahlungsfähigkeit von den dortigen Kreditnehmern machen können.

Dabei richtet sich der Zinssatz nach der jeweiligen Bonitätsklasse, in welcher sich der Schuldner aktuell befindet. Je besser die Bonität, desto weniger Zinsen müssen gezahlt werden. Des Weiteren gehört auch die Führung von Inkasso- und Mahnprozessen zu den Aufgaben solcher Plattformen.

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Heinrich Gellertshausen
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