JomNicha/shutterstock.com
Finanzen & Börse

Aktienhandel: Ein Überblick über die investierbaren Sektoren

Wussten Sie, dass der Aktienmarkt in mehrere Kategorien unterteilt werden kann, die auf unterschiedlichen Aspekten der Wirtschaft basieren? Diese Aktiensektoren sind entscheidend für die Struktur des Marktes. Außerdem sind sie ein großartiges Werkzeug für Anleger, um Kursschwankungen effektiv nachzuverfolgen. Dem Global Industry Classification Standard (GICS) nach gibt es insgesamt 11 verschiedene Börsensektoren, 24 Branchengruppen, 69 Industriezweige und 158 Unterbranchen, in welche all die großen börsennotierten Unternehmen eingeordnet werden.

Wenn Sie sich überlegen, welche Aktien kaufen sollten, dann müssen Sie zunächst die unterschiedlichen Sektoren des Aktienmarktes verstehen lernen, um sicherzustellen, dass Sie fundierte Handelsentscheidungen treffen können. Der Grund dafür liegt darin, dass sich Aktiengruppen gemeinsam bewegen können und von denselben Faktoren beeinflusst werden, da sie zur selben Industrie gehören. Nachdem Sie Ihr Wissen über diese unterschiedlichen Sektoren ausweiten, können Sie eine Position dementsprechend eröffnen oder schließen. Außerdem werden Sie besser voraussagen können, wann die Aktienkurse wahrscheinlich steigen oder fallen werden.

Um Ihr Know-how rund um den Markt zu verbessern, werden wir in diesem Artikel die bei den Anlegern beliebtesten Aktiensektoren genau unter die Lupe nehmen.

Technologie

Der Technologiesektor weist einige der am schnellsten wachsenden Unternehmen auf dem Markt auf, da der Fokus hier auf einer Reihe von Unternehmen liegt, die sich mit der technologischen Innovation befassen. Bei diesen Unternehmen kann es sich um Softwareentwickler handeln, sowie auch um Hersteller von Hardware, Komponenten und Geräten, oder sie bieten technische Lösungen an. Der Technologiesektor verändert sich rasant, weswegen auch der entsprechende Aktiensektor zu extremer Volatilität neigt. Da in diesem Sektor außerdem die Hersteller von Halbleiterchips zu finden sind, war der Markt sehr stark von den Produktionsengpässen betroffen. Dies hatte wiederum große Auswirkung auf andere Aktiensektoren.

Finanzdienstleister

Der Finanzsektor umfasst Unternehmen, die den Umgang mit Geld pflegen. Dazu zählt eine ganze Reihe von Branchen, beispielsweise Versicherungsmakler, Zahlungsverkehrsunternehmen, Hypothekenkreditgeber sowie Anbieter von Konsumkrediten. Die wichtigste Branchengruppe in diesem Sektor sind jedoch zweifelsfrei die Banken. Beim Investieren in den Finanzsektor sollten Händler auf jeden Fall wissen, dass dieser Sektor untrennbar mit der Wirtschaft des jeweiligen Landes verbunden ist. Somit kann der Sektor als ein Tool verwenden werden, um allgemeine Markttrends vorauszusagen. Außerdem wird er als stabile Anlage gesehen und ist besonders für langfristige Strategien geeignet.

Energie

Der Energiesektor ist eng mit dem Rohstoffmarkt verbunden, wobei sich der Energiesektor auf Unternehmen konzentriert, die Erdöl, Erdgas, Strom und andere Brennstoffe gewinnen oder produzieren. Natürlich sind die wichtigsten Akteure in diesem Sektor die großen Ölfirmen. Die Entwicklung der Energieaktien ist dabei eng mit dem Rohölpreis verbunden. Dieser wird wiederum sehr stark von geopolitischen Ereignissen beeinflusst.

Versorgungsunternehmen

Die Anbieter von Versorgungsdienstleistungen wie Wasser, Strom und Gas scheinen zwar in der gleichen Branche tätig zu sein, aber tatsächlich werden sie einem anderen Sektor als dem Energiesektor zugeordnet. Diese Unternehmen haben in der Regel kaum Konkurrenz und sind aus diesem Grund auch weniger volatil. Das liegt unter anderem daran, dass die Versorgungsunternehmen ständig benötigt werden. Sie werden als ein defensiver Aktiensektor angesehen, was bedeutet, dass sie während des Konjunkturzyklus im Allgemeinen stabil bleiben. Auch die Unternehmen für erneuerbare Energie zählen zu diesem Sektor, obwohl sie nicht dem gleichen Prinzip folgen, wie es die üblichen Versorgungsunternehmen tun.

Basiskonsumgüter

Der Konsumgütersektor umfasst Unternehmensgruppen, bei welchen die Allgemeinheit ihr Geld ausgibt. Dieser Sektor kann in Folge in zwei weitere Unterkategorien unterteilt werden: die Verbrauchsgüter und Grundnahrungsmittel. Bei den Verbrauchsgütern meint man Unternehmen, bei denen die Kunden ihr überschüssiges Einkommen ausgeben. Bei den Grundnahrungsmitteln sind hingegen Unternehmen vertreten, die Grundbedürfnisse wie Lebensmittel, Getränke und Haushaltswaren abdecken.

Die Grundnahrungsmittel sind in der Regel eine sicherere Anlage, da es sich hier um Unternehmen handelt, bei denen jeder ständig einkauft. Auch externe Faktoren oder Krisen, die andere Sektoren betreffen, haben auf diese Branche meist keinen Einfluss.

Ähnliche Beiträge

Online bezahlen: Diese Dienstleister machen es möglich

Heinrich Gellertshausen

Vor- und Nachteile von CFDs für den Privatanleger

In Kryptowährungen investieren: Worauf sollte man achten?