Professionelles Auftreten
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Professionelles Auftreten im Job: So hinterlässt man Eindruck

Der Arbeitsplatz ist für viele ein wichtes Gut, denn es dient zur existenziellen Sicherung und gibt so manchem einen Sinn im Leben. Doch es kommt nicht nur auf die ledigliche Verrichtung der Tätigkeit an. Mit einem Arbeitsverhältnis gehen viele andere Faktoren einher. Da wäre beispielsweise der Kollegenkreis, in welchem sich jeder eine feste Stellung sichern möchte. Denn ist das Umfeld gemütlich, kommt einem die tägliche Pflicht weniger ansträngend vor. Auch das korrekte Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Chefs ist nicht zu unterschätzen, denn mit ihnen steht und fällt die Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Auch Herausforderungen, wie die Frage nach der Gehaltserhöhung und der Umgang mit ansträngenden Kunden, machen den Arbeitsalltag aus. Um die Grundlage für ein angenehmes Arbeitsleben zu schaffen, gibt es einige Regeln, welche einfach zu verwirklichen sind und ein professionelles Auftreten im Job sichern.

Professionelles Auftreten: Die Basics

Einige Normen sollten für jeden Arbeitnehmer selbstverständlich sein. Hierzu zählt beispielsweise die Pünktlichkeit. Wer feste Arbeitszeiten hat, sollte sich nicht nur an diesen orientieren, sondern sich genau daran halten. Dabei gilt, dass der Arbeitsbeginn nicht der Zeitpunkt des Eintreffens ist, sondern der Moment, an dem man sich arbeitsbereit an seinem Einsatzort befindet. Aus dem Umkehrschluss ergibt sich, dass man mit Arbeitsende erst die Arbeit niederlegt und nicht das Gebäude schon verlassen hat. Mit ordentlicher und korrekter Kleidung strahlt man Reinlichkeit und Struktur aus.

Wer sich an die vorgegebene Arbeitskleidung hält, zeigt zugleich, dass er die Bedingungen, die durch den Arbeitgeber aufgestellt wurden, akzeptiert und respektiert. Gleiches gilt für ein gepflegtes Äußeres. Sowohl für Kollegen und Chefs, als auch Kunden wirkt der Anblick eines ordentlichen Angestellten viel ansprechender und sympathischer. Gute Umgangsformen sichern auf Dauer den Respekt von Arbeitskollegen und Vorgesetzten, denn wer freundlich und zuvorkommend ist, wird dies auch zurückbekommen. Bereits ein höfliches „Guten Morgen“ auf dem Gang, brennt sich als positive Erinnerung ein.

professionell auftreten im job
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Kleine Hilfen, wie das Aufhalten von Türen oder das Mitbringen eines Kaffees erwecken direkt ein gutes Bild. Zu beachten gilt jedoch, dass dies nicht bedeutet, dass man um jeden Preis die Gunst des anderen gewinnen muss. Ein Arbeitsplatz setzt nicht im gleichen Zuge voraus, dass man mit allen Arbeitskollegen ein freundschaftliches Verhältnis begründet. Jedoch sollten auch unliebsame Kollegen mit Höflichkeit behandelt werden.

Loyalität und Diskretion

Niemand ist verpflichtet, ausschließlich alle Aspekte seines Arbeitgebers gutzuheißen. Ein gewisses Zugehörigkeits- und Verpflichtungsgefühl ist dennoch ein Muss. Wer sich mit seinem Unternehmen identifizieren kann, wird auch einen guten Beitrag leisten. Es ist ebenfalls hilfreich, um ein dickes Band zum Chef oder Vorgesetzten zu stricken, damit die Arbeitsleistung und Betriebszugehörigkeit besonders gewürdigt wird. Vertrauliche Informationen im Bezug auf das Unternehmen sind streng geheim zu halten. Der Verrat kann zu Recht mit einer Kündigung bestraft werden.

Der Chef bleibt der Chef

Sich den Respekt seines Vorgesetzten zu ergattern, ist die Eintrittskarte für die Erfüllung künftiger Ziele. Es ist daher niemals falsch Sympathiepunkte zu sammeln. Berücksichtigt sollte jedoch werden, dass dies nicht immer bedingungslose Zustimmung und Unterwürfigkeit bedeutet. Auch der Chef ist nur ein Mensch und dankbar, für konstruktive Kritik oder sinnvolle Einwände. Dabei gilt nur, dass die Respektform jederzeit gewahrt werden muss, denn auch ein gutes Verhältnis zum Vorgesetzten ändern nicht die Tatsache, dass er ranghöher ist.

Professionell auftreten gegenüber Kunden

Wer das Vergnügen des Kundenkontakts hat, sollte dies nutzen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen, denn schließlich bedeutet ein zufriedener Kunde auch höheren Umsatz.
Schwierige Kunden stellen daher eine besondere Hürde dar, die es zu meistern gilt. Hier ist ein diplomatisches Auftreten von Vorteil, denn übt der Kunde Kritik, ist diese nicht gegen den Arbeitnehmer gerichtet, sondern gegen das Unternehmen. Wer diese Abgrenzung schafft, hat es leicht zwischen Kunde und Unternehmen zu vermitteln, um für beide Parteien ein angenehmes Ziel herbeizuführen. Wer einmal als guter Vermittler bekannt ist, erhalten die Wertschätzung von Kunden und Vorgesetzten.

Rücksicht: Der Schlüssel für Beliebtheit im Kollegium

Obwohl man sich in erster Linie grundsätzlich vollumfänglich auf seine eigenen Arbeiten konzentrieren sollte, ist es immer hilfreich, ein Auge auf sein Umfeld zu haben. Wer den richtigen Grad zwischen seinen eigenen Bedürfnissen und den Wünschen der Kollegen findet, macht sich beliebt. Auch fundiertes Fachwissen ist ein guter Garant für dafür. Jedoch ist die Spanne zwischen Experten und „Besserwissern“ nur gering. Die Lösung des Geheimnisses lautet, nur sein Wissen kundzutun, wenn man darum gebeten wird. Andernfalls konnte man seinem Gegenüber zu nahe treten.

handshake geschäftsleute
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Richtiges „Nein“ sagen

Grundsätzlich gehört es dazu, auch einmal eine Arbeit zu übernehmen, um die man gebeten wird. Sei es das Gießen einer Blume im Büro einer Kollegin oder die Überbringung der Nachricht an einen Kunden – dies gehört zu einem funktionierenden Team dazu. Dies bedeutet jedoch nicht, bedingungslos zu allem „Ja“ und „Amen“ zu sagen. Besonders dann, wenn man sich mit seiner eigenen Arbeiten schon überfordert fühlt, sollte man sich selbst nicht unnötig Mehrarbeit aufladen. Daher sollte jedem erteilten „Nein“ eine entsprechende Erklärung hinzugefügt werden. Dabei ist keine großartige Rechtfertigung gemeint.

Eine gute Methode ist es, einfach mit der Wahrheit heraus zu rücken. Auch wenn es nicht immer leicht ist, gehört das Zugeben von Schwächen und Defiziten auch zu einem professionellen Auftreten im Job dazu. Der Beweis einer solchen Menschlichkeit wird beim Gegenüber in dem Fall Sympathie erwecken.

Professionelles Auftreten im Job: Königsdisziplin Gehaltsverhandlung

Beim Thema Gehaltsverhandlungen wird jeder nervös. Auf der einen Seite möchte man für die erbrachte Arbeitsleistung angemessen honoriert werden, auf der anderen Seite gilt es auch den Chef davon zu überzeugen. Wer mit der Forderung auf eine höhere Bezahlung in ein Gespräch hinein geht und mit Kritikvorwürfen hinaus geht, wird lange das Gefühl des Versagens mit sich herum tragen. Daher ist es hilfreich strukturiert die Grundlagen zur neuen Gehaltsforderung herauszuarbeiten:

  • Wie sehen die persönlichen Verbesserungen seit der letzten Gehaltsfestsetzung aus?
  • Welchen Nutzen hat diese für das Unternehmen?
  • Wie sehen die neuen persönlichen Ziele aus?

Wer diese Fragestellungen ausarbeitet, kann seinen Chef selbstsicher von der Rentabilität überzeugen!

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