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Eine eigene Webseite erstellen: Was man unbedingt beachten sollte

Für ein Unternehmen führt an einer eigenen Webseite kein Weg vorbei. Dabei spielt es keine Rolle, ob du allein, beispielsweise als Freiberufler, oder in einem Team arbeitest. Eine Webseite ist die virtuelle Visitenkarte sowie Präsentations- und Verkaufsfläche deines Unternehmens. Hier erfahren deine Kunden alle wichtigen Informationen, Neuigkeiten und Kontaktdaten.

Die Webseite dient der Kundengewinnung, Kundenbindung und Wettbewerbsfähigkeit. Zudem baust du dein Unternehmen damit als Marke auf. Deine Webseite steht als Referenz für die Qualität deiner Produkte, Dienstleistungen und Kundenzufriedenheit. Für viele Unternehmen stellt sie einen wichtigen Vertriebskanal dar, beispielsweise durch einen eigenen Online-Shop. Richtig umgesetzt ist eine Webseite permanent verfügbar und von überall aus erreichbar.

Diese Punkte sind bei der Umsetzung besonders wichtig

Bevor du dich mit den Tools für die Umsetzung beschäftigst, steht die wichtigste Sache im Planungsprozess an – deine Positionierung. Die Grundlage einer guten Webseite ist, dass du deine Zielgruppe genau kennst und damit dein Angebot präzise formulieren kannst. Daraus folgt, wie du deine Webseite am besten aufbaust. Und auch was beziehungsweise wer dir dabei hilft. Eine starke Positionierung berücksichtigt ebenso den inhaltlichen wie auch den technischen Aufbau. Hier die Punkte, die dazugehören:

  • klare Botschaften mit hohem Informationsgehalt vermitteln
  • professionelles Webdesign
  • Reichweite auf- und ausbauen, beispielsweise mithilfe von Social Media
  • Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO (Beispiele: Keywordanalyse, Backlinkaufbau)
  • Aktualität, Sicherheit & Zuverlässigkeit

Neben einer starken Positionierung fließen weitere praktische Überlegungen in deine Webseite ein. Zunächst gilt es herauszufinden, welche Art am besten zu dir passt. Für einige Unternehmen reicht beispielsweise eine einfache Webseite. Sie enthält einen schlichten Aufbau mit einigen Unterseiten, mit deren Hilfe du Informationen ausbauen kannst. Eine solche Webseite dient der Bereitstellung von Informationen zum Unternehmen und der aktiven Kundengewinnung. Du stattest sie mit vielseitigem Content in Form von Text- und Bildmaterial aus, gibst Referenzen an und schaltest eventuell Kontaktformulare.

Einige Unternehmen benötigen aber auch eine komplexere Webseite, die mehrere Unterseiten mit technisch ausgereiften Funktionen enthält. Eine solche Form ist beispielsweise bei Online-Shops erforderlich, du also direkt mit der Webseite Geld verdienst.

Homepage-Baukasten und Content-Management-Systeme

Wenn du eine – zumindest grobe – Vorstellung vom Aufbau deiner Webseite hast, musst du dich für eine Umsetzungsform entscheiden. Eine Option dafür sind Homepage-Baukästen, die du bei verschiedenen Anbietern findest. Sie erfordern keine Programmierkenntnisse, bieten Komplettangebote und sind kostengünstig. Allerdings bieten sie nur einen eingeschränkten Funktionsumfang. Auch fehlt hier die Individualität bei der Gestaltung, da viele Kunden die gleichen Vorlagen verwenden.

Für eine professionelle Unternehmenswebseite empfiehlt sich eher der Einsatz von Content-Management-Systemen wie WordPress, Joomla, Drupal oder Typo3. Ein verhältnismäßig einfaches CMS wie WordPress kannst du selbst nutzen, sofern du über einige grundlegende Programmierkenntnisse verfügst. Allerdings erfordert das einen entsprechenden Aufwand und eine intensivere Einarbeitung, falls du einen erweiterten Funktionsumfang nutzen möchtest. Insbesondere Updates, Wartung und Sicherheit verlangen hohe Aufmerksamkeit. Bei Problemen steht dir außerdem kein direkter Support zur Verfügung.

Um deine Webseite mit WordPress online zu bringen, musst du dich zunächst für den passenden Hosting-Anbieter entscheiden. Dieser stellt dir den passenden Speicherplatz zur Verfügung. Diese Webspace kommt auf leistungsstarken Servern unter. Es existieren verschiedene Arten und Anbieter von Webhosting. Deren Unterstützung sichert deiner Webseite nicht nur den passenden Platz, sondern auch viele vorteilhafte Services. Dazu gehören beispielsweise:

  • passende Content-Management-Systeme
  • Backup Service
  • technischer Support
  • Sicherheitstools wie SSL-Zertifikate
  • statistische Auswertungen
  • Notfall-Support

Für eine Unternehmenswebseite empfiehlt sich auf lange Sicht immer die Unterstützung durch eine professionelle Internetagentur. Zu den Vorteilen gehören die individuelle Lösung bei der Umsetzung und der geringe persönliche Aufwand. Professionelle Agenturen bieten dir das Know-how und die Erfahrung der Profis. Deine Webseite entsteht bedarfsgerecht und lässt sich flexibel gestalten. Agenturen arbeiten dabei mit verschiedenen der genannten Content-Management-Systeme, wie beispielsweise Joomla.

Der wesentliche Nachteil besteht im verhältnismäßig hohen finanziellen Aufwand, insbesondere für Gründer schwierig. Nicht nur aus diesem Grund lohnt es sich, Angebote zu vergleichen. Eine Möglichkeit besteht auch darin, zunächst eine einfachere Webseite gestalten zu lassen und diese dann später schrittweise auszubauen.

Was alles bei der Erstellung einer Webseite wichtig ist:

  • Content: insbesondere Text, aber auch Fotos, Videos, Grafiken – mit Call to Action an die Kunden
  • Layout, Design (Templates) und Aufbau inklusive Start- und Kontaktseite, Über-uns-Seite, Impressum und Datenschutzerklärung
  • Usability: Dazu gehört nicht nur der Aufbau der Webseite, sondern auch die Anpassung an mobile Endgeräte
  • Navigation: Benutzerfreundlichkeit, einfache Nutzung
  • technische Umsetzung inklusive schneller Ladezeiten
  • Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO
  • Webhosting: Veröffentlichung über den passenden Webserver
  • rechtliche Absicherung: Impressum und Datenschutzerklärung

Die wichtigsten Tipps für Starter

1. Kenne deine Ziele

Deine Webseite muss einem Zweck folgen. Dafür braucht es klare Ziele. Daraus lassen sich dann Strategien formulieren, die passenden Mittel finden und schließlich die Umsetzung der Webseite in Angriff nehmen. Der Begriff Kundengewinnung beispielsweise beschreibt kein klares Ziel. Wichtig sind das Warum, der Zielbereich, der Weg dorthin und der passende Zeitplan. So lassen sich realistische Ziele formulieren und der Fortschritt dahin messen.

2. Wähle die passende Domain für deine Webseite

Mit einer Domain wählst du die Internet-Adresse deiner Webseite aus. Dabei kommt es immer darauf an, was zu deinem Unternehmen am besten passt. Denn es gibt verschiedene Arten von Domains wie beispielsweise generische, die du an Endungen wie .com oder .org erkennst. Auch eine nationale Domain wie .de oder auch eine thematische wie .marketing oder .agency sind möglich.

3. Arbeite von Anfang an am Bekanntheitsgrad deiner Webseite

Damit die Besucher den Weg zu deiner Webseite finden, reicht es nicht, sie nur zu schalten. Du brauchst eine gute Online-Strategie, um sie bekannt zu machen. Neben hochwertigem Content und SEO-Kniffen helfen dir Online-Werbung, Social Media und Branchenportale wie Google My Business. Vergiss bei Letzteren nicht die lokale Ebene. Du musst für die Kunden in deiner Region auffindbar sein.

Fazit: Eine gute Webseite lebt von sorgfältiger Planung

Eine eigene Webseite ist unabhängig von der Größe deines Unternehmens unverzichtbar. Am Anfang steht eine sorgfältige Planung mit klaren Zielsetzungen. Daraus ergeben sich die passende Umsetzungsstrategie und die dafür erforderlichen Tools. Am einfachsten ist es, mit Content-Management-Systemen zu arbeiten. Sie bieten den erforderlichen Funktionsumfang und damit möglichst großen Gestaltungsspielraum. Vertraue dabei am besten – mindestens teilweise – auf die Unterstützung durch Profis wie Internetagenturen und Webhosting-Anbieter. So erhältst du ein individuelles und zielgerichtetes Ergebnis.

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