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Karriere & Bildung

Feinmechaniker der Medizin: Der Weg zum Facharzt für Chirurgie

Die Chirurgen gelten als die Feinmechaniker der Medizin. So stellt die Ausbildung zum Facharzt für die Chirurgie enorme Herausforderungen an die Ärzte. Die Ausbildung und Weiterbildung erfolgt in der Basis identisch. Erst danach spezialisieren sich die angehenden Chirurgen. Damit kommt es zu einer speziellen Ausrichtung der Weiterbildungsinhalte und der Fachkompetenz. Je nachdem auf welches Fachgebiet sich ein angehender Chirurg spezialisiert, dauert die Ausbildung unterschiedlich lang.

Was macht ein Chirurg?

Ausgehend von der Bundesärztekammer sind die Aufgaben als Facharzt für die Chirurgie aufgegliedert in die Vorbeugung und die Erkennung sowie in die operative und konservative Behandlung, die Rehabilitation und die Nachsorge. Das Behandlungsgebiet umfasst Verletzungen oder Verletzungsfolgen ebenso wie Veränderungen, die beim Patienten angeboren sind sowie Fehlbildungen und Erkrankungen der Organe und Gefäße. Außerdem können sich die angehenden Chirurgen auf die Transplantationschirurgie spezialisieren.

Wer seine Ausbildung als Facharzt beginnt, muss erst einmal sein Medizinstudium abschließen. Danach erhält jeder Mediziner seine Approbation. Das ist die Berechtigung den Ärztetitel zu tragen. Danach beginnt die Tätigkeit als Assistenzarzt. Das ist der Arzt in der Weiterbildung. Es handelt sich um die Weiterbildung als Assistenzarzt um eine Facharztausbildung. Hier will in die angehenden Chirurgen des Fachgebietes Chirurgie. Nach Ende der mehrjährigen Ausbildung als Facharzt trägt der Arzt dann den Titel als Chirurg.

Dauer und Inhalte der Ausbildung in der Chirurgie

Die Dauer der Weiterbildung in der Chirurgie beläuft sich auf 72 Monate. Das ist auch der aktuellen Musterweiterbildungsverordnung zu entnehmen. So absolvieren die angehenden Chirurgen erst einmal 18 Monate in der Unfallchirurgie und in der Orthopädie. Weitere 18 Monate verbringen die angehenden Fachärzte in der Viszeralchirurgie. Danach folgen noch sechs Monate in der Notfallaufnahme und noch einmal sechs Monate in der Intensivmedizin.

In dieser Zeit erlernen die Fachärzte alles, was sie später für die Ausübung ihrer Tätigkeit brauchen. Dazu gehören Themenbereiche wie die konservative Therapie von Erkrankungen und Verletzungen aller Organe ebenso wie Strahlenschutz, Basiswissen in der Tumortherapie oder in der Palliativmedizin. Die Ausbildung stellt hohe Erwartungen an den angehenden Chirurgen, sie ist sehr breit gefächert.

Ein wesentlicher Bestandteil in der Ausbildung zum Facharzt ist das Logbuch. Darin enthalten sind alle Inhalte der Weiterbildung. Es muss von der jeweiligen Ärztekammer ausgefüllt und unterschrieben werden. Ausgehend von dem Logbuch wird deutlich, welche Kenntnisse und Inhalte in der Weiterbildung bereits vermittelt wurden.

Welche Spezialisierungen können Chirurgen auswählen?

Dank der oben erwähnten Themenbereiche gibt es im Fachbereich der Chirurgie mehrere Möglichkeiten der Spezialisierung. Die Chirurgen selbst müssen entscheiden, in welchem Bereich ihre persönlichen Interessen liegen. Dann nach Abschluss der Basisausbildung kann jeder Facharzt ein Spezialgebiet auswählen. Das können zum Beispiel die Jugend- und Kinderchirurgie, die orthopädische Chirurgie, die Unfallchirurgie, die Viszeralchirurgie, die allgemeine Chirurgie oder die Herz- und Gefäßchirurgie sein.

Wie steht es um die Verdienstmöglichkeiten der Chirurgen?

Das Einstiegsgehalt liegt bei jedem Assistenzarzt im ersten Jahr bei ungefähr 4.600 € brutto in jedem Monat. Es ist davon auszugehen, dass die Gehälter für die Assistenzärzte mit jedem Jahr ansteigen. Die gesamte Weiterbildung dauert fünf Jahre. Am Ende verdient der Chirurg dann 5.900 € brutto pro Monat. Der ausgebildete Facharzt im Fachbereich die Chirurgie kommt auf einen Bruttojahreslohn von maximal 92.000 €. Grundlegend entscheiden die aktuellen Tarifverträge über die Gehälter. Außerdem spielen die Erfahrungsstufen und Fachbereiche in diese Tarifverträge mit ein. Wer als Vertretungsarzt in einer Klinik arbeitet, kann die üblichen Tarifverträge nicht für sich nutzen.

Das birgt in sich positive Chancen, denn in diesem Fall sind zum Teil auch höhere Gehälter möglich. Die besten Verdienstaussichten haben die Chirurgen in der ästhetischen und plastischen sowie in der orthopädischen Chirurgie. Sie können sich einen eigenen Namen machen und sich mit ihrem Fachbereich in einer privaten Klinik selbstständig machen.

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