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Fachgerechte Textilauszeichnung: Werkzeuge, Zubehör und Tipps

Gerade bei der Markierung und Auszeichnung von Textilien gibt es immer wieder Probleme. Einerseits soll die Ware möglichst unbeschadet bleiben, andererseits müssen Etiketten und Markierungen deutlich angebracht werden und dürfen sich nicht einfach lösen. Diese Artikel zeigt, welche Möglichkeiten Unternehmer haben.

Wie müssen Textilien gekennzeichnet werden?

Viel Uneinigkeit besteht zunächst bei der Frage, inwiefern Textilien überhaupt gekennzeichnet werden müssen. Viele Boutiquen-Inhaber würden ihre Stücke am liebsten unetikettiert lassen. In Deutschland gibt es aber einige Vorschriften, die für das Etikettieren von Textilien gelten. Und anders als bei manch anderer Ware sind es hier die Händler, die dafür verantwortlich sind, dass das Textilerzeugnis fachgerecht gekennzeichnet ist. Ein Textiletikett muss dauerhaft, leicht lesbar und sichtbar sein. Varianten des Aufdrucks kommen bei Textilien in der Regel nicht infrage, auch Aufkleber sind weniger gut geeignet, da sie auf Textilien oftmals schlecht haften und schon beim einfachen Transport verlorengehen können.

Wie hier überaus gut zu sehen ist, nutzt die Branche als Mittel der Wahl beim Auszeichnen von Textilien Heftnadeln und Pins. Diese sind oft so fein, dass sie den Stoff kaum wirklich durchstechen, sondern sich eher einen Weg durch die gröberen Maschen bahnen. Das Etikettieren per Heftnadel lässt sich beispielsweise mit einer Etikettierpistole deutlich beschleunigen. So ist es möglich, einen ganzen Lagerbestand innerhalb von wenigen Stunden durchzuetikettieren. Daher wird diese Methode von vielen Profis nach wie vor gern genutzt.

Warum ist es so wichtig, dass Textilien richtig gekennzeichnet sind?

Für den Handel mit Textilien gelten innerhalb des EU-Raumes bestimmte Normen, die festlegen, wie genau Textilien gekennzeichnet werden müssen. Aus dem Etikett muss unter anderem hervorgehen, aus welchen Materialien das vorliegende Textil besteht. Das soll den Kunden gegenüber nicht nur Transparenz erzeugen, sondern kann für diese auch gesundheitlich ausgesprochen wichtig sein. Viele Menschen haben Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Stoffen wie etwa Latex. Selbst kleinere Anteile dieser Stoffe in Textilien können bei den Betroffenen über die Dauer unangenehme Reizreaktionen hervorrufen.

Darüber hinaus gibt die Materialzusammenstellung auch Aufschluss über die Qualität des Textils und die Art und Weise, wie das Textil zu reinigen ist. Aus diesem Grund ist es überaus wichtig, dass der Kunde schon beim Kauf das Etikett findet, welches ihm diese Informationen zugänglich macht. Auch wenn die Frage der genauen Herangehensweise unter Textilunternehmern immer wieder diskutiert wird: Einen generellen Zweifel an der Notwendigkeit der Kennzeichnungspflicht gibt es so gut wie nicht. Da die EU hier einheitliche Standards geschaffen hat, ist ein Wettbewerbsvorteil ausgeschlossen.

Unternehmer sind dazu angehalten, sich eine gut funktionierende Methode zu suchen, mit der sie effizient aber sicher alle Textilien gemäß den Vorgaben markieren können. Ist diese Methode gefunden, sollte das Thema Textiletikettierung keinerlei Probleme mehr bereiten.

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